Eine zuverlässige Kommunikation zwischen Steuerungsebene und Feldgeräten zählt zu den zentralen Anforderungen moderner Automatisierungskonzepte. Gleichzeitig steigt der Bedarf an flexiblen Architekturen, die sich mit möglichst geringem Engineering-Aufwand an unterschiedliche Maschinen- und Anlagenkonzepte anpassen lassen. Vor diesem Hintergrund hat Ifm seinen neuen IO-Link-Master „AL1602“ vorgestellt. Das Gerät verbindet Sensoren und Aktoren mit der Steuerungsebene und unterstützt durch seine Multiprotokollfähigkeit unterschiedliche Feldbusumgebungen.
IO-Link hat sich in den vergangenen Jahren als etablierter Standard für die industrielle Kommunikation entwickelt. Über die Technologie lassen sich mehrere Prozesswerte und Parameter gleichzeitig über eine ungeschirmte Standardleitung übertragen. Eine zentrale Rolle übernimmt dabei der IO-Link-Master, der als Schnittstelle zwischen den Feldgeräten und der Steuerung fungiert.
IO-Link-Master für dezentrale Automatisierungskonzepte
Mit dem „AL1602“ setzt Ifm auf eine Architektur, die speziell für dezentrale Automatisierungslösungen ausgelegt ist. Das Gerät verfügt über acht IO-Link-Ports der Klassen A und B sowie insgesamt 16 flexibel nutzbare Ein- und Ausgänge. Mit einer Stromtragfähigkeit von bis zu zwei Ampere pro Ausgang eignet sich der Master auch für leistungsstarke Aktuatoren, wie sie beispielsweise in Logistikanwendungen eingesetzt werden.
Das schwarze, glasfaserverstärkte Gehäuse und die vollständig umschäumte Leiterplatte sollen den Einsatz unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen ermöglichen. Nach Angaben des Herstellers widersteht das Gerät sowohl Vibrationen als auch Kondensat. Dank Schutzart IP67 und einem Temperaturbereich von minus 40 bis 70 Grad Celsius kann der IO-Link-Master zudem in rauen Industrieumgebungen eingesetzt werden.
IO-Link-Master reduziert den Verkabelungsaufwand
Bei der Entwicklung des Geräts stand neben der Robustheit auch eine möglichst einfache Integration in bestehende Anlagen im Fokus. Die neuen Kunststoffports bieten laut Ifm höhere Anzugskräfte als die bisher verwendeten Metallports der AL14-Serie. Darüber hinaus ermöglicht das gemeinsame Massekonzept eine flexible Konfiguration der Ports und unterstützt einen kompakten Geräteaufbau. Zusätzliche Vorteile bietet die integrierte Daisy-Chain-Funktion. Mehrere IO-Link-Master lassen sich darüber mit Spannung versorgen, ohne dass für jedes Gerät eine separate Verkabelung erforderlich ist. Das reduziert den Installationsaufwand und vereinfacht die Planung größerer Automatisierungsstrukturen.
Multiprotokollfähigkeit erleichtert die Integration
Ein wesentliches Merkmal des neuen Geräts ist die integrierte Multiprotokoll-Schnittstelle. Sie ermöglicht die Einbindung des IO-Link-Masters in unterschiedliche Feldbusarchitekturen. Zum Marktstart werden die Protokolle Profinet und Ethernet/IP unterstützt. Für Maschinen- und Anlagenbauer kann dies die Standardisierung von Hardwarekonzepten erleichtern. Statt unterschiedliche Gerätevarianten für verschiedene Kommunikationsstandards vorzuhalten, lässt sich eine gemeinsame Plattform einsetzen. Das reduziert die Variantenvielfalt und kann den Engineering-Aufwand verringern.
IO-Link-Master lässt sich modular erweitern
Der bereits verfügbare „AL1602“ kann mit dem Ein-/Ausgangsmodul „AL2821“ kombiniert werden. Dadurch lässt sich die Anzahl der verfügbaren IO-Link-Anschlüsse erweitern und die Lösung an unterschiedliche Anforderungen anpassen. Mit seiner Kombination aus dezentralem Aufbau, Multiprotokollfähigkeit und robuster Ausführung adressiert der neue IO-Link-Master Anwendungen, in denen flexible Kommunikationsstrukturen und eine hohe Anlagenverfügbarkeit gefragt sind.