Kuka sorgt mit 22 AMR für einen durchgängigen Materialfluss in der TV-Produktion
Autonome mobile Roboter automatisieren Materialtransport bei TPV Displays Polska
Dienstag, 07. Juli 2026
| Redaktion
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In der TV-Produktion von TPV Displays Polska sorgen autonome mobile Roboter von Kuka für einen kontinuierlichen, automatisierten Materialfluss. Die mobilen Roboter bewegen Bauteile eigenständig durch die Produktion und optimieren Routen sowie Abläufe in Echtzeit
In der TV-Produktion von TPV Displays Polska sorgen autonome mobile Roboter von Kuka für einen kontinuierlichen, automatisierten Materialfluss. Die mobilen Roboter bewegen Bauteile eigenständig durch die Produktion und optimieren Routen sowie Abläufe in Echtzeit, Bild: Kuka

Elektrisch betriebene Transportwagen gehören bei TPV Displays Polska der Vergangenheit an. Der europäische TV-Hersteller hat den innerbetrieblichen Materialtransport vollständig automatisiert und setzt dafür auf 22 autonome mobile Roboter (AMR) von Kuka. Die Fahrzeuge versorgen die Montagelinien selbstständig mit TV-Panels und Bauteilen. Zudem übernehmen sie den Rücktransport leerer Verpackungen und sorgen rund um die Uhr für einen gleichmäßigen Materialfluss. Das Ergebnis sind stabilere Prozesse, eine höhere Flexibilität und eine spürbare Entlastung der Mitarbeitenden.

Autonome mobile Roboter ersetzen manuelle Transporte

Vor der Automatisierung wurden TV-Panels und weitere Komponenten mit elektrisch betriebenen Wagen zwischen Lager und Produktion transportiert. Dieser Materialfluss war dadurch stark von manuellen Tätigkeiten abhängig. Er ließ sich nur begrenzt an wechselnde Produktionsanforderungen anpassen. Heute übernehmen autonome mobile Roboter diese Aufgaben vollständig. Selbstständig navigieren sie durch die Produktionshallen. Sie versorgen zehn Montagelinien mit Material und optimieren ihre Fahrwege kontinuierlich. Gleichzeitig arbeiten die AMRs sicher im gemeinsamen Arbeitsbereich mit den Beschäftigten und übernehmen körperlich belastende Transportaufgaben.

Stationäre und mobile Robotik arbeiten Hand in Hand

Bereits vor der Einführung der AMR setzte der Hersteller stationäre Industrieroboter in der Fertigung ein. Die mobilen Systeme ergänzen diese Automatisierung nun im Bereich der Intralogistik. Sie verbinden Lager, Materialbereitstellung und Montage zu einem durchgängigen Gesamtsystem. „Das Zusammenspiel aus stationären Robotern und AMRs steigert die Effizienz der Versorgung der Montagelinien, erhöht die Flexibilität und verzahnt Materialfluss und Lagerung zu einem leistungsfähigen Gesamtsystem“, sagt Grzegorz Benda, Technischer Direktor bei TPV Displays Polska.

Software koordiniert autonome mobile Roboter in Echtzeit

Die Integration der Roboterflotte realisierte der Automatisierungsspezialist Saicon. Eine zentrale Leitsoftware weist den Fahrzeugen Transportaufträge zu. Sie überwacht sämtliche Bewegungen in Echtzeit und verbessert kontinuierlich Fahrwege sowie Auslastung. Aufgrund induktiver Ladetechnik arbeiten die Fahrzeuge nahezu unterbrechungsfrei im 24/7-Betrieb. Dadurch bleibt der Materialfluss auch bei hoher Auslastung stabil und planbar. „Die nahtlose Integration der neuen Technologie in die vorhandenen TPV-Prozesse war die zentrale Herausforderung. Unsere Lösung automatisierte die Intralogistik vollständig und machte sie zuverlässig planbar“, erklärt Łukasz Sobczak, Leiter des Softwareentwicklungsteams bei Saicon.

Daten schaffen Transparenz im Materialfluss

Neben der Automatisierung profitiert TPV Displays Polska von einer deutlich höheren Transparenz der innerbetrieblichen Logistik. Der Status aller Fahrzeuge lässt sich jederzeit überwachen. Gleichzeitig liefern die erfassten Betriebsdaten wichtige Informationen, um Materialflüsse zu analysieren und Prozesse kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die Lösung ist zudem skalierbar ausgelegt. Zusätzliche Fahrzeuge oder neue Transportaufgaben können bei Bedarf problemlos integriert werden. Somit schafft das Unternehmen die Grundlage für zukünftige Erweiterungen der Produktion.

Autonome mobile Roboter erhöhen die Produktionsstabilität

Für Kuka zeigt das Projekt, welchen Beitrag autonome mobile Roboter heute zur industriellen Fertigung leisten können. Die automatisierte Intralogistik verbessert nicht nur die Versorgung der Produktionslinien. Sie erhöht auch die Transparenz und reduziert die Komplexität im Materialfluss. „Die Implementierung belegt, dass autonome mobile Roboter schon heute die Produktionsstabilität erhöhen: durch verlässliche Abläufe, höhere Transparenz im Materialfluss und eine bessere Beherrschung intralogistischer Komplexität“, betont Mateusz Nowakowski, AMR Business Developer bei Kuka Polska. 

Hiermit wird deutlich, dass autonome mobile Roboter weit mehr sind als eine Lösung für den innerbetrieblichen Transport. Sie entwickeln sich zu einem wichtigen Baustein moderner Produktionskonzepte. Indem sie Materialflüsse automatisieren, stabilisieren sie Prozesse und unterstützen Unternehmen dabei, ihre Intralogistik flexibel an zukünftige Anforderungen anzupassen.

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Intralogistik: Hier arbeiten mehr Roboter als Menschen. Mathias Magg, Teamleiter Robotics bei Advastore (re.) führt Peter Jürgen Tittes (mi.) und Christoph Kreidl (li.) von Baumer durch das vollautomatisierte Auslieferungscenter; Oben links: Beim Blick in den offenen Transportshuttle erkennt man den kompakten „OT300“, der mit seiner Reichweite bis 1,8 Meter an dieser Stelle die senkrechte Kollisionsvermeidung sicherstellt
Zwei diagonal angebrachte Laserscanner am AMR sorgen in Kombination mit 3D-Kameras für einen 360-Grad-Schutz

 

 

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