Neue Zukunftsfabrik, internationale Expansion und ambitionierte Wachstumsstrategie für 2030
„Wir werden uns verdoppeln“: Janitza investiert in Zukunft und treibt internationales Wachstum voran
Mittwoch, 01. Juli 2026
| Redaktion
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CEO Alexander Veidt (li.) und Gründer und Gesellschafter Markus Janitza (re.) auf der Jubiläumsfeier für das 40-jährige Unternehmensbestehen
CEO Alexander Veidt (li.) und Gründer und Gesellschafter Markus Janitza (re.) auf der Jubiläumsfeier für das 40-jährige Unternehmensbestehen, Bilder: EAD-portal.de / Susanne Woggon

Vierzig Jahre nach der Unternehmensgründung richtet Janitza den Blick konsequent nach vorn. Mit einem Jubiläumsforum am Unternehmenssitz in Lahnau feierte der Spezialist für Energiemesstechnik und Energiemanagement im Juni 2026 nicht nur sein Bestehen, sondern stellte auch die neue Zukunftsfabrik erstmals der Öffentlichkeit vor. Der Neubau schafft auf mehr als 4.500 Quadratmetern zusätzliche Produktions- und Büroflächen und ist sowohl die größte Investition der Unternehmensgeschichte als auch das umfangreichste Investitionsprojekt der Gemeinde Lahnau. Gleichzeitig nutzte Janitza die Veranstaltung, um seine Wachstumsstrategie bis 2030 vorzustellen und gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Industrie über die Zukunft des Mittelstands zu diskutieren.

Wachstum steht im Mittelpunkt der Strategie von Janitza

Zum Auftakt des Jubiläumsforums stellte Alexander Veidt, Chief Executive Officer von Janitza, die langfristigen Wachstumsziele des Unternehmens bis 2030 vor. „Wir haben Großes vor, wir werden uns verdoppeln, in vielerlei Hinsicht“, so Veidt. Geplant ist unter anderem der Ausbau von derzeit zehn auf künftig 20 Standorte weltweit, um die Kundennähe weiter zu erhöhen und internationale Märkte gezielt auszubauen. Die Wachstumsstrategie basiert auf drei Säulen: Breite, Tiefe und Fähigkeit. Breite steht für die internationale Präsenz und zusätzliche Standorte. Tiefe beschreibt den Ausbau des Hard- und Softwareportfolios für unterschiedliche Märkte. Die dritte Säule umfasst den kontinuierlichen Ausbau der organisatorischen Kompetenzen sowie den gezielten Erwerb neuer Fähigkeiten durch Akquisitionen. Laut Veidt schaffe der Hersteller für die Welt der Energieversorgung Transparenz. Damit sorge man für Sicherheit, Orientierung und letztendlich für Stabilität in den Netzen. Abschließend fasste er die Rolle des Unternehmens mit den Worten zusammen: „Janitza macht Energie steuerbar.“

Zukunftsfabrik schafft neue Kapazitäten für Janitza

Mit der neuen Zukunftsfabrik investiert Janitza gezielt in den weiteren Ausbau des Standorts Lahnau. Der Neubau erweitert die Produktions- und Büroflächen um mehr als 4.500 Quadratmeter und schafft die Voraussetzungen für das geplante Unternehmenswachstum. Gleichzeitig handelt es sich um die größte Investition der Unternehmensgeschichte sowie um das größte Investitionsvorhaben der Gemeinde Lahnau. Die rund 70 Gäste des Jubiläumsforums erhielten erstmals die Gelegenheit, die neue Zukunftsfabrik zu besichtigen und sich ein Bild von den künftigen Produktions- und Entwicklungskapazitäten zu machen. Mit der Investition stärkt das Unternehmen seine Fertigungs- und Innovationskapazitäten und schafft die Grundlage für weiteres internationales Wachstum.

Markus Janitza blickt auf 40 Jahre Unternehmensgeschichte zurück

Unternehmensgründer Markus Janitza nutzte das Jubiläum für einen persönlichen Rückblick auf die Entwicklung des Familienunternehmens. Er erinnerte daran, dass der Aufbau des Unternehmens keineswegs selbstverständlich gewesen sei. Große internationale Projekte wie Zusammenarbeit mit einem der weltweit größten Cloud-Anbieter seien kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis kontinuierlicher Arbeit und langfristiger Investitionen in vier Jahrzehnten. 1986 gründete Markus Janitza als angehender Abiturient das Unternehmen auf einem Grundstück, das ihm sein Vater überlassen hatte. Er habe die Verantwortung nicht gescheut, einen hohen Kredit aufgenommen. Dies sei sein Kapital gewesen, um ein Feuer zu entfachen, das bis heute brennt. Bis heute prägen familiärer Zusammenhalt und langfristiges Denken die Unternehmenskultur. „Bei all unseren globalen Erfolgen sind und bleiben wir ein Familienunternehmen im Lahn-Dill-Kreis, in Lahnau.“ Mit Blick auf die Zukunft verwies Markus Janitza auf die zunehmende Bedeutung von Resilienz, künstlicher Intelligenz und den dafür notwendigen neuen Rechenzentren. Diese Entwicklungen eröffneten zugleich neue Chancen für das Unternehmen.

Panel-Diskussion über die Zukunft des deutschen Mittelstands
v.l.n.r.: Dr. Vladimir von Schnurbein (VhU), Christian Noll (Deneff), Manfred Wagner (Oberbürgermeister Wetzlar), Alexander Veidt und Tofas Florinas (beide Janitza)

Panel-Diskussion über die Zukunft des Mittelstands

Im anschließenden Panel diskutierten Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verbänden über die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Mittelstands. Dabei standen insbesondere Energiepreise, Standortbedingungen und regulatorische Anforderungen im Mittelpunkt. Dr. Vladimir von Schnurbein, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), verwies auf die schwierige Situation der Industrie: „Deutschland hat im letzten Jahr 170.000 Industriearbeitsplätze verloren. Besonders schlimm ist die Lage in der Metall-Elektroindustrie.“ Christian Noll, Gründungsmitglied und geschäftsführender Vorstand der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (Deneff), ergänzte: „Deutschland hat einen strukturellen Nachteil, weil wir zu zwei Dritteln die Energie, die wir verbrauchen, aus dem Ausland importieren.“

Unternehmerisches Handeln bleibt für Janitza der Schlüssel zum Erfolg

Neben den Herausforderungen standen auch die Chancen des industriellen Wandels im Mittelpunkt der Diskussion. Manfred Wagner, Oberbürgermeister der Stadt Wetzlar, betonte: „Wir sollten die Situation nicht jeden Tag aufs Neue bejammern, sondern auch sehen: In all dem steckt auch eine Chance, die wir gemeinsam ergreifen können.“ Alexander Veidt unterstrich die Bedeutung unternehmerischer Eigenverantwortung: „Wir fragen nicht: Kommt in zwei Jahren eine Unterstützung von außen? Wir schauen auf Janitza und handeln. Das ist es, was erfolgreiche Unternehmen tun.“ Zum Abschluss des Panels formulierte Dr. Vladimir von Schnurbein eine klare Botschaft: „Wir brauchen Tempo, das auf dem Vertrauen und der Verantwortung in den deutschen Mittelstand beruht. Wir sollten den Mittelstand einfach mal machen lassen.“ Mit der Zukunftsfabrik, den internationalen Wachstumsplänen und dem klaren Bekenntnis zum Standort Lahnau zeigt Janitza, dass das Unternehmen auch nach 40 Jahren konsequent auf Innovation, Investitionen und nachhaltiges Wachstum setzt.

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