Auf dem Weg zur software-definierten Fabrik
Software-System für die Intralogistik: SEW-Eurodrive und Safelog vereinbaren strategische Kooperation
Freitag, 27. März 2026
| Redaktion
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Dr. Hans Krattenmacher (li.) von SEW-Eurodrive und Michael Wolter (re.) von Safelog besiegeln auf der Logimat die Kooperation über ein gemeinsames Software-System
Dr. Hans Krattenmacher (li.) von SEW-Eurodrive und Michael Wolter (re.) von Safelog besiegeln auf der Logimat die Kooperation, Bild: SEW-Eurodrive

Im Rahmen der Logimat haben SEW-Eurodrive und Safelog eine strategische Partnerschaft beschlossen. Gemeinsam wollen sie ein Software-System zur Steuerung mobiler und stationärer Prozesse in der Intralogistik entwickeln und am Markt etablieren. Dazu bündeln beide Unternehmen ihre jeweiligen Kompetenzen in den Bereichen Software, Antriebs- und Automatisierungstechnik. Damit adressieren sie zentrale Anforderungen an die Prozesssteuerung in industriellen Anwendungen.

Software-System als gemeinsamer Entwicklungsansatz

Im Zentrum der Kooperation steht ein Software-System, das intralogistische Abläufe übergreifend steuern kann. Safelog übernimmt die Rolle des Softwareanbieters und entwickelt sein bestehendes System gezielt weiter. SEW-Eurodrive konzentriert sich auf die Entwicklung mobiler und stationärer Robotik sowie weiterer Automatisierungslösungen, die sich modular an das Software-System anbinden lassen. Das Software-System soll künftig in unterschiedlichen Ausprägungen verfügbar sein, etwa als eigenständige Lösung, als Bestandteil von Antriebstechnik oder als integriertes Gesamtsystem. Zusätzlich plant SEW-Eurodrive, unter der Marke „MAXOLUTION“ komplette Projekte als Systemintegrator umzusetzen.

Flexible und skalierbare Prozesssteuerung im Fokus

Die Partnerschaft zielt darauf ab, ein Software-System zu etablieren, das unterschiedliche Anforderungen in der Prozesssteuerung abbilden kann. Im Fokus stehen flexible und skalierbare Strukturen, die sowohl mobile als auch stationäre Anwendungen integrieren. „Ziel der Kooperation ist es, ein Software-System auf dem Markt zu etablieren, das neue Maßstäbe in der Steuerung von intralogistischen Prozessen setzt, flexibel, skalierbar und konsequent auf die Anforderungen des Anwenders ausgerichtet“, erklärt Dr. Hans Krattenmacher, Geschäftsführer Corporate Innovation Mechatronik bei SEW-Eurodrive.

Software-System für die Automatisierung der Zukunft

Auch Safelog sieht in der Zusammenarbeit eine gezielte Erweiterung der eigenen Lösungen: „Wir bündeln unsere Stärken und entwickeln ein State-of-the-Art-Software-System für die Automatisierung der Zukunft. So können wir Kunden schon heute perfekte Lösungen für Goods-to-Person-Anwendungen ebenso wie für klassische logistische Prozesse bieten, mit leistungsstarker mobiler und stationärer Robotik“, fügt Michael Wolter, Inhaber und Geschäftsführer von Safelog, hinzu.

SEW-Eurodrive integriert Software-System in eigener Produktion

Das entwickelte Software-System soll nicht nur bei Kunden eingesetzt werden, sondern schrittweise auch in den eigenen Produktionsumgebungen von SEW-Eurodrive. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit unter realen Bedingungen zu erproben und weiterzuentwickeln. „Mit der Kooperation gehen wir gemeinsam einen entscheidenden Schritt in Richtung einer software-definierten Fabrik, die auf leistungsstarken mobilen und stationären Robotern basiert und sich unabhängig von der Anwendung aus dem Automatisierungsbaukasten ,MOVI-C' der SEW-Eurodrive speist“, ergänzt Dr. Hans Krattenmacher.

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