Novellierte Anwendungsregel VDE-AR-N 4100 definiert neue Anforderungen für Planung und Betrieb elektrischer Anlagen im Niederspannungsnetz
Energieverteilung und Gebäude-Energiemanagement unterstützen intelligente Stromnutzung für vernetzte und effiziente Infrastruktur
Dienstag, 24. März 2026
| Redaktion
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Energieverteilung: Die Hager Wandleranlagen für den Innen- und Außenbereich entsprechen der novellierten Anwendungsregel VDE-AR-N 4100, die die technischen Anforderungen für Planung, Errichtung, Anschluss und Betrieb elektrischer Anlagen am Niederspannungsnetz definiert
Die Wandleranlagen für den Innen- und Außenbereich entsprechen der novellierten Anwendungsregel VDE-AR-N 4100, die die technischen Anforderungen für Planung, Errichtung, Anschluss und Betrieb elektrischer Anlagen am Niederspannungsnetz definiert, Bild: Hager

Die Anforderungen an moderne Gebäude steigen kontinuierlich. Energieeffizienz, regulatorische Vorgaben und die Integration erneuerbarer Energien rücken zunehmend in den Fokus. Hager stellt vor diesem Hintergrund Lösungen für das Energiemanagement in Gebäuden sowie für eine normgerechte Energieverteilung vor. Im Zentrum stehen skalierbare Systeme, die sich flexibel in unterschiedliche Gebäudetypen integrieren lassen.

Energiemanagement im Gebäude mit skalierbarem Systemansatz

Mit der neuen Generation des Energiemanagementsystems „flow R3“ entwickelt Hager seine Plattform gezielt weiter. Das System ist modular aufgebaut und eignet sich für Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser sowie Anwendungen im Kleingewerbe. Ein zentraler Bestandteil ist die Integration der KI-Technologie AI 360. Damit lassen sich dynamische Stromtarife und variable Netzentgelte automatisiert berücksichtigen. Ziel ist es, Verbrauchskosten zu optimieren und gleichzeitig regulatorische Anforderungen zu erfüllen, unter anderem gemäß EEG § 9 und EnWG § 14a. Das System umfasst einen Hybridwechselrichter mit zwölf Kilowatt Leistung, einen Hochvolt-LFP-Speicher sowie eine ATS-Box für eine nahezu unterbrechungsfreie Ersatzstromversorgung. Erweiterungen sind durch zusätzliche Batterietürme und die Vernetzung mehrerer Systeme möglich.

Integration in KNX und digitale Infrastruktur

Das Gebäude-Energiemanagement lässt sich in bestehende Gebäudeautomationssysteme integrieren. Über den „domovea Server“ erfolgt die Einbindung in KNX-Strukturen. Dadurch wird eine zentrale Steuerung und Überwachung von Energieflüssen ermöglicht. Die Datenverarbeitung erfolgt DSGVO-konform innerhalb Deutschlands. Ergänzt wird das System durch regelmäßige Updates sowie geplante Erweiterungen, etwa für bidirektionales Laden.

Neue normative Anforderungen in der Gebäude-Energieverteilung  

Neben dem Energiemanagement stellt die Energieverteilung einen weiteren Schwerpunkt dar. Die novellierte Anwendungsregel VDE-AR-N 4100 definiert neue Anforderungen für Planung und Betrieb elektrischer Anlagen im Niederspannungsnetz. Hager reagiert darauf mit angepassten Lösungen für Zählerplätze und Verteilersysteme. Dazu gehört unter anderem ein optionales zusätzliches Verteilerfeld sowie ein verpflichtender Hauptschalter im anlageseitigen Anschlussraum bei bestimmten Zählerkonfigurationen. Auch Wandleranlagen werden erstmals umfassend berücksichtigt. Entsprechende Systeme unterstützen einen normgerechten Aufbau und reduzieren den Planungs- und Prüfaufwand.

Montage und Planung der Energieverteilung vereinfacht

Zur Vereinfachung der Installation führt Hager eine neue Schrankmontageschiene ein. Diese ersetzt die bisherige Befestigungsmethode und ermöglicht je nach Ausführung eine Montage durch eine Person. Die Energieverteilung kann dabei einfach eingehängt und fixiert werden, ohne dass einzelne Felder demontiert werden müssen. Dies reduziert den Installationsaufwand und beschleunigt die Umsetzung auf der Baustelle. Für die Planung stellt Hager mit dem Tool „Hager ZPlan“ eine digitale Lösung bereit, mit der sich Zählerplätze und Anlagen normgerecht konfigurieren lassen.

Gebäude-Energiemanagement und Energieverteilung im Zusammenspiel

Die vorgestellten Lösungen zeigen, wie Energiemanagement und Energieverteilung zunehmend zusammenwachsen. Durch die Kombination aus digitaler Steuerung, normgerechter Infrastruktur und modularen Systemen entstehen Gebäude, die Energie effizient nutzen und flexibel auf neue Anforderungen reagieren können.

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