Unitechnik setzt in einem herausfordernden Marktumfeld auf gezielte Investitionen und baut seine Produktionsstrukturen weiter aus. Am Standort Wiehl entsteht ein automatisiertes Logistikzentrum, das die Abläufe im Schaltanlagenbau optimieren und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig stärken soll. Mit einem Investitionsvolumen von 3,5 Millionen Euro verfolgt das Unternehmen eine klare Strategie zur Effizienzsteigerung und Digitalisierung.
Unitechnik stärkt Standort und setzt auf Automatisierung
Während viele Unternehmen im Maschinenbau aufgrund der aktuellen Marktsituation zurückhaltend agieren, verfolgt Unitechnik einen anderen Ansatz. Das Unternehmen ersetzt ein externes Lager durch eine integrierte Lösung am eigenen Standort und schafft damit die Grundlage für optimierte Prozesse. „Die Investition ist ein klares Bekenntnis zu unserem Standort Wiehl und zur Zukunft des Maschinenbaus in Deutschland“, erklärt Dirk Schütz, Leiter Schaltanlagenbau bei Unitechnik. „Gerade in einer angespannten Marktlage ist es wichtig, Strukturen zu schaffen, die uns flexibler und effizienter machen.“
Neues Logistikzentrum erhöht Effizienz und Kapazität
Das geplante Logistikzentrum wird die Materialversorgung in der Fertigung deutlich verbessern. Ziel ist es, Durchlaufzeiten zu verkürzen und eine zuverlässige Bereitstellung von Komponenten sicherzustellen. Durch die Erweiterung entstehen zusätzliche Flächen für die Produktion. „Durch die neue Halle und die dadurch freiwerdenden Flächen, die für die Verdrahtung genutzt werden können, erhöhen wir unsere Fertigungskapazität um 40 Prozent“, so Dirk Schütz. Damit stärkt Unitechnik gezielt seine Wertschöpfungskette und schafft die Voraussetzungen für eine stabilere und leistungsfähigere Produktion.
Digitalisierung als Bestandteil der Unitechnik Strategie
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die durchgängige Digitalisierung der Prozesse. Der Schaltanlagenbau basiert bei Unitechnik bereits auf einem digitalen Zwilling der Schaltschränke sowie einem digital gesteuerten Materialfluss. Zusätzlich erfolgt eine direkte Anbindung der Kunden an die Produktionsprozesse. Dadurch entsteht eine durchgängige Kommunikation ohne Medienbrüche, die Transparenz und Planbarkeit erhöht.
Unitechnik realisiert Logistiklösung in Eigenregie
Die Planung und Umsetzung des Logistikzentrums übernimmt Unitechnik als Generalunternehmer selbst. Die bestehende Fertigungshalle am Standort Wiehl-Bomig wird erweitert und teilweise aufgestockt. Auf einer Fläche von rund 1.100 Quadratmetern entsteht ein Logistiksystem mit automatischem Kleinteilelager für 5.000 Behälter, zwei Liftlagern sowie einem Palettenlager für Gehäuse. Die Fertigstellung ist für Ende 2026 vorgesehen.
Das Projekt zeigt, wie eng Logistik und Produktion miteinander verzahnt sind. Durch die Integration beider Bereiche lassen sich Materialflüsse effizient steuern und Produktionsprozesse gezielt optimieren. Mit der Investition setzt Unitechnik ein Signal für die Weiterentwicklung des Standorts und unterstreicht die Bedeutung moderner Logistiksysteme für den industriellen Erfolg.