Strategisches Investment ermöglicht Integration von Vision-KI-Anwendungen
ABB erweitert Vision-KI für flexiblere Robotik
Donnerstag, 18. September 2025
| Redaktion
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Durch die Zusammenarbeit wird ABB Robotics die Trainings- und Bereitstellungzeit für Roboter-Vision-KI um bis zu 80 Prozent reduzieren
Durch die Zusammenarbeit wird ABB Robotics die Trainings- und Bereitstellungzeit für Roboter-Vision-KI um bis zu 80 Prozent reduzieren, Bild: ABB

ABB erweitert seine Kompetenzen im Bereich der Robotik durch eine strategische Partnerschaft mit dem US-Unternehmen „LandingAI“. Ziel ist es, Vision-KI-Anwendungen einfacher zugänglich zu machen und die Einsatzmöglichkeiten von Robotern über klassische Fertigungsumgebungen hinaus zu erweitern.

Im Fokus der Zusammenarbeit steht die Integration von „LandingLens“, einer Plattform zur Entwicklung von KI-basierten Bildverarbeitungslösungen, in die bestehende Software-Suite von ABB Robotics. Die Technologie soll dazu beitragen, Roboter flexibler und autonomer einsetzbar zu machen, insbesondere in Branchen mit dynamischen Anforderungen.

Training von Vision-KI deutlich beschleunigt

Ein zentrales technisches Merkmal der Plattform ist die Reduzierung der Trainingszeit für Vision-KI um bis zu 80 Prozent. Möglich wird dies durch vortrainierte Modelle, intelligente Datenworkflows und den Einsatz von No-Code-Tools. Unternehmen können auf diese Weise KI-basierte Bildverarbeitungslösungen deutlich schneller in ihre Prozesse integrieren.

Strategisches Investment stärkt KI-Kompetenz von ABB

Im Rahmen der Kooperation hat ABB über die eigene Venture-Capital-Einheit ABB Robotics Ventures eine Beteiligung an „LandingAI“ erworben. Genaue Angaben zur Höhe des Investments wurden nicht gemacht. Die Einheit verantwortet die Entwicklung strategischer Partnerschaften mit Start-ups, die neuartige Ansätze in der Robotik und Automatisierung verfolgen.

KI-Roboteranwendungen für neue Einsatzfelder

Durch die Integration von „LandingLens“ will ABB Robotics unter anderem Anwendungen wie Objektauswahl, Sortierung, Depalettierung und Qualitätskontrolle verbessern. Die adaptiven KI-Modelle lassen sich nach der Erstinstallation durch die Anwender weitertrainieren. Damit können Roboter in Echtzeit auf veränderte Umgebungsbedingungen reagieren. Dies ist ein Vorteil insbesondere für Branchen wie Logistik, Gesundheitswesen sowie die Lebensmittel- und Getränkeindustrie.

ABB: Software-Suite wird um KI-Training erweitert

Neben der Integration von Vision-KI wird ABB Robotics künftig ein vollständig integriertes Trainings-Tool für künstliche Intelligenz bereitstellen. Dieses ergänzt die Simulations- und Programmierumgebung Robotstudio, die auf digitalen Zwillingen basiert und die Inbetriebnahme von Robotersystemen unterstützt. Das Unternehmen ist damit eigenen Angaben zufolge der erste Anbieter mit einer derart umfassenden Lösung in diesem Bereich.

Roboter werden durch KI vielseitig einsetzbarer und autonomer

Sami Atiya, Leiter des Geschäftsbereichs Robotik und Fertigungsautomation bei ABB, betont: „Die Zusammenarbeit mit ‚LandingAI‘ ist der jüngste strategische Schritt auf unserem Weg, KI in der Robotik auf innovative Weise anwendbar zu machen. Roboter werden dadurch vielseitig einsetzbarer und autonomer.“

Auch vonseiten des Partners wird das Potenzial betont: „Durch die Kombination unserer Vision-KI-Lösungen mit den Robotern und der Software von ABB können wir Automatisierung zugänglicher machen“, erklärt Dan Maloney, CEO von „LandingAI“.

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