Mit der Rack-PDU „ES2P“ erweitert Panduit sein Angebot für die Stromversorgung von IT-Infrastrukturen. Die Power Distribution Unit ist für Rechenzentren, Edge-Installationen sowie Netzwerk- und Serverschränke ausgelegt und soll insbesondere bei der Modernisierung bestehender Rack-Infrastrukturen eingesetzt werden. Neben der eigentlichen Stromverteilung stellt die PDU Energie- und Betriebsdaten auf Rack-Ebene bereit. IT-, Facility- und Rechenzentrumsteams können dadurch die Stromnutzung überwachen und die Daten für das Energie- und Kapazitätsmanagement verwenden.
Rack-PDU ermöglicht Monitoring auf Rack-Ebene
Die neue PDU ist in gemanagten und überwachten Konfigurationen verfügbar. Mit einer angegebenen Messgenauigkeit von plus/minus zwei Prozent lassen sich Energiedaten auf Rack-Ebene erfassen. Damit erhalten Betreiber Informationen über den Energieverbrauch ihrer Infrastruktur und können beispielsweise die Auslastung einzelner Racks in ihre Betriebsplanung einbeziehen. Für die Kommunikation mit Rechenzentrums- und Unternehmensnetzwerken verfügt die Einheit über Gigabit-Ethernet. Über Daisy-Chaining lassen sich bis zu 16 Einheiten miteinander verbinden. Dadurch reduziert sich die Anzahl der erforderlichen IP-Adressen. Dies kann insbesondere bei größeren Rack-Installationen oder dezentral betriebenen Edge-Infrastrukturen die Administration vereinfachen.
Austauschbare Komponenten reduzieren Wartungsunterbrechungen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Wartung im laufenden Betrieb. Controller und Display können nach Angaben des Herstellers ausgetauscht werden, ohne dafür das gesamte Rack abschalten zu müssen. Dadurch sollen Wartungsarbeiten mit geringeren Auswirkungen auf die angeschlossenen IT-Systeme möglich sein. Die Rack-PDU ist für Umgebungstemperaturen von bis zu 55 Grad Celsius ausgelegt. Damit adressiert Panduit auch dicht bestückte Racks mit entsprechend hoher thermischer Belastung.
Für unterschiedliche Einbausituationen stehen 0U- und 1U-Ausführungen zur Verfügung. Werkzeuglose Montagesysteme und Montagebolzen mit einem Durchmesser von 18,4 Millimetern sollen die Installation sowohl in Schränken des Herstellers als auch in Systemen anderer Anbieter ermöglichen. Das LCD-Display lässt sich manuell drehen, sodass Leistungsdaten bei unterschiedlichen Einbaulagen ablesbar bleiben.
Rack-PDU unterstützt verschlüsselte Kommunikation
Mit zunehmender Vernetzung der Energieinfrastruktur spielt auch die Absicherung der Kommunikationsschnittstellen eine Rolle. Die PDU unterstützt dafür unter anderem SNMPv3, TLS, HTTPS und SSH. Ergänzt werden diese Funktionen durch rollenbasierte Zugriffsrechte und verschlüsselte Firmware-Updates. Damit lässt sich die Stromverteilung in vorhandene Sicherheits- und Administrationskonzepte einbinden. Insbesondere bei verteilten IT-Strukturen ist dies relevant, da die Systeme häufig ohne dauerhaft verfügbares Personal vor Ort betrieben werden.
Integration in vorhandene Managementsysteme
Die Energiedaten müssen nicht ausschließlich über herstellereigene Anwendungen ausgewertet werden. Über SNMP kann die Rack-PDU mit DCIM-Plattformen von Drittanbietern kommunizieren. Nach Angaben von Panduit ist zudem eine Einbindung in „SiteCommand“ und „Cisco Nexus Dashboard“ möglich. Infrastrukturteams können Leistungs- und Betriebsdaten damit in bereits vorhandene Monitoring-Prozesse übernehmen. Zusätzliche, parallel betriebene Managementstrukturen sind dafür nicht zwingend erforderlich. Die Fernverwaltung ist insbesondere für Edge-Installationen und andere verteilte IT-Systeme relevant. Mehrere Standorte können zentral überwacht werden, während Energieverbrauch und Betriebszustand auf Rack-Ebene sichtbar bleiben.
Rack-PDU für Rechenzentren und verteilte IT-Infrastrukturen
Als Einsatzgebiete nennt Panduit neben Rechenzentren und klassischen Unternehmensnetzwerken auch industrielle IT-Umgebungen sowie dezentrale IT-Schränke. Die Kombination aus Stromverteilung, Messfunktionen und Netzwerkanbindung soll insbesondere einen Übergang von einfachen oder älteren PDUs zu einer überwachten Infrastruktur ermöglichen. Auch die Energieeffizienz rückt dabei in den Fokus. Detailliertere Verbrauchsdaten können Betreibern helfen, die Stromnutzung einzelner Racks zu beurteilen und Kapazitäten gezielter zu planen. Gleichzeitig lassen sich die Informationen in übergeordnete Managementsysteme integrieren.
Panduit positioniert die PDU „ES2P“ damit zwischen einfachen Stromverteilungseinheiten und umfangreich ausgestatteten Managementplattformen. Für Betreiber von Rechenzentren und verteilten IT-Infrastrukturen stehen vor allem Energiemonitoring, Fernverwaltung und die Integration in bestehende Systeme im Vordergrund.