Kuka-AMR erweitert Flotteneinsatz durch 250 Kilogramm Traglast und Sleepmode
Freitag, 29. August 2025
| Redaktion
Teilen auf:
Zwei diagonal angebrachte Laserscanner am AMR sorgen in Kombination mit 3D-Kameras für einen 360-Grad-Schutz
Zwei diagonal angebrachte Laserscanner sorgen in Kombination mit 3D-Kameras für einen 360-Grad-Schutz, Bild: Kuka

Mit dem neuen „KMP 250P“ für den innerbetrieblichen Materialfluss erweitert Kuka sein Angebot im Bereich autonomer mobiler Roboter, kurz: AMR. Das System ist für den Transport von Waren und Bauteilen ausgelegt und verbindet hohe Tragfähigkeit mit flexibler Integration in bestehende Flotten. Optional verfügbare Ausstattungen machen die Lösung auch für spezielle Anwendungsbereiche attraktiv.

AMR mit Traglast bis 250 Kilogramm

Der neue AMR kann Lasten von bis zu 250 Kilogramm bewegen. Optional lässt er sich mit einer Hubeinheit ausrüsten, sodass unterschiedliche Förderhöhen abgedeckt werden können. Cleanroom- und ESD-Ausführungen ermöglichen den Einsatz in sensiblen Produktionsumgebungen, etwa in der Elektronik- oder Halbleiterfertigung.

Kompatibilität innerhalb des AMR-Portfolios

Kuka ergänzt mit dem „KMP 250P“ das bestehende AMR-Portfolio, das Traglasten bis 3.000 Kilogramm abdeckt. Zubehör und Ladegeräte sind mit weiteren Plattformen kompatibel, wodurch sich gemischte Flotten effizient betreiben lassen. Über den Flottenmanager und die Kommunikationsschnittstelle VDA 5050 ist die Steuerung intuitiv und standardisiert möglich.

Erweiterter Sleepmode für große AMR-Flotten

Ein neuer Sleepmode erleichtert die Handhabung großer AMR-Flotten. Er erlaubt es, Systeme benutzerfreundlich in Standby zu versetzen, wodurch Energieverbrauch und Verschleiß reduziert werden. Optional steht für den „KMP 250P“ eine induktive Ladeoption zur Verfügung, sodass unterbrechungsfreie Betriebszeiten sichergestellt sind.

360-Grad-Schutz für Mensch und Maschine

Für Sicherheit sorgen zwei diagonal montierte Laserscanner in Kombination mit 3D-Kameras. Diese ermöglichen einen 360-Grad-Schutz. Hindernisse im Fahrweg werden automatisch umfahren, wenn genügend Platz vorhanden ist, oder führen zu einem sofortigen Stopp. Clemens Lauble, Product Manager bei Kuka, erklärt: „Dieser hohe Standard ist uns sehr wichtig. Dadurch werden sowohl die reibungslose Zusammenarbeit von Mensch und Robotik als auch der sichere Warentransport gewährleistet.“

AMR mit Unterfahrschlepper-Funktion ab 2026

Der autonome mobile Roboter „KMP 250P“ ist ab Dezember 2025 verfügbar. Ab 2026 wird zusätzlich die Variante „KMP 250P-T“ angeboten. In dieser Konfiguration kann das System als Unterfahrschlepper eingesetzt werden und Lasten bis zu 500 Kilogramm bewegen.

Passende Anbieter zum Thema

Auch interessant für Sie

Der Einsatz von Cobots und AMR kann das Materialhandling signifikant vereinfachen
Die bislang kompakte AMR-Plattform eignet sich nicht nur für eine effiziente Materialversorgung vom Lager zu Stationen oder Fließband- und Vormontage-linien, sondern auch für die Prozessverkettung sowie zuverlässige Punkt-zu-Punkt-Transporte
Bei Konstruktion und Bau von FTS und mobilen Robotern ist herstellerseitig ein ganzes Bündel aktueller Anforderungen und sicherheitstechnischer Aspekte zu beachten
Scara-Roboter zeichnen sich durch spezielle Eigenschaften wie ihre hohe Geschwindigkeit und Wiederholgenauigkeit aus
Der mobile Cobot „KMR iisy“ bewegt sich schnell und sicher durch den Raum und ist flexibel einsetzbar an verschiedenen Arbeitsstationen
Der neue AMR von Agilox erweitert die Einsatzmöglichkeiten für automatisierte Materialflüsse ohne Infrastrukturanpassungen