Wöhner auf der Light + Building 2026
Intelligente Energieverteilung als Grundlage für das Smart Grid
Donnerstag, 05. März 2026
| Redaktion
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Smart Grid: Energieverteilung und -Monitoring werden dank Sammelschienensystem von Wöhner konsequent zusammengedacht
Energieverteilung und -Monitoring werden dank Sammelschienensystem konsequent zusammengedacht, Bild: Wöhner

Der Ausbau erneuerbarer Energien verändert die Struktur der Stromversorgung grundlegend. Energie wird zunehmend dezentral erzeugt. Einspeisungen schwanken stärker und Lastprofile verändern sich dynamisch. Dadurch rücken insbesondere Verteilnetze und die Niederspannungsebene stärker in den Fokus. Hier entscheidet sich, ob Netzbetreiber, Industrie und Infrastrukturbetreiber genügend Transparenz über ihre Netze besitzen, um Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Klar ist: Ohne eine digital anschlussfähige Energieverteilung lässt sich ein leistungsfähiges Smart Grid nicht realisieren.

Vom passiven Verteiler zum aktiven Netzknoten

Ein Smart Grid benötigt nicht nur digitale Plattformen, sondern auch eine leistungsfähige physische Infrastruktur. Während Stromnetze früher überwiegend stabile Betriebszustände und einseitige Lastflüsse kannten, müssen heute bidirektionale Energieflüsse, volatile Einspeisungen und steigende Lastspitzen beherrscht werden. Damit verändert sich auch die Rolle der Niederspannungsverteilung. Sie entwickelt sich vom klassischen Verteiler zu einem aktiven Knotenpunkt im Energiesystem, der Betriebszustände erfassen, überwachen und analysieren kann.

Mess- und Monitoringtechnik als Schlüssel für Smart Grid

Um Netze zuverlässig steuern zu können, müssen Betriebsdaten kontinuierlich erfasst werden. Dazu gehören beispielsweise:

  • Ströme
  • Spannungen
  • Lastprofile
  • Netzbelastungen

Diese Informationen ermöglichen es Betreibern, Überlastungen oder Engpässe frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Mess- und Monitoringtechnik wird damit zu einem zentralen Bestandteil moderner Energieinfrastruktur.

Verteilnetze werden im Smart Grid zur Datenquelle

Die Digitalisierung der Stromnetze dient nicht nur der technischen Überwachung. Sie schafft auch die Grundlage für wirtschaftlichere Betriebsstrategien. Werden Mess- und Steuerungskomponenten direkt in die Niederspannungsverteilung integriert, steigt die Transparenz über den Zustand des Netzes deutlich. Genau hier setzt das System „185Power“ von Wöhner an. Das Sammelschienensystem bildet ein zentrales Rückgrat der Niederspannungsverteilung und ist darauf ausgelegt, sowohl klassische Energieverteilungsaufgaben als auch Anforderungen moderner Smart Grid-Strukturen zu erfüllen. Die modulare Architektur erlaubt eine flexible Anpassung an Anwendungen in Industrie, Gebäudetechnik oder Infrastrukturprojekten.

Messintegration direkt im Energieverteilungssystem

Ein wesentlicher Vorteil des Systems liegt in der vorgesehenen Integration von Strom- und Messwandlern sowie der einfachen Einbindung von Mess- und Steuertechnik. Beim Sammelschienensystem „185Power“ können Stromwandler direkt in der NH-Sicherungs-Lasttrennleiste integriert werden. Optional sind diese auch bereits werkseitig vorverdrahtet. Gleichzeitig lässt sich die Messtechnik der „MIEZ“-Serie nahtlos anbinden. Dadurch entfällt in vielen Fällen die aufwendige Installation separater Messfelder. Mess-, Monitoring- und Steuerungskomponenten befinden sich direkt dort, wo die Energie verteilt wird. Das reduziert den Platzbedarf in Schaltschränken oder Trafostationen und senkt den Verdrahtungs- sowie Inbetriebnahmeaufwand.

Netztransparenz durch Datenerfassung auf Abgangsebene

Die Kombination aus „185Power“ und „MIEZ“-Messtechnik ermöglicht die Messwerterfassung direkt auf Abgangsebene. Die erfassten Daten werden über standardisierte Schnittstellen an übergeordnete Monitoring- oder Energiemanagementsysteme übertragen. Betreiber erhalten dadurch eine belastbare Datenbasis für den sicheren und effizienten Betrieb ihrer Netze. Gleichzeitig lassen sich Lastentwicklungen analysieren und Optimierungspotenziale identifizieren.

Smart Grid: Digital anschlussfähige Energieverteilung erhöht Investitionssicherheit

Eine Energieverteilung, die bereits bei der Planung die Integration von Messtechnik und Steuerung berücksichtigt, schafft langfristige Flexibilität. Zusätzliche Monitoring-Funktionen oder neue Analysewerkzeuge können später nachgerüstet werden, ohne die grundlegende Infrastruktur zu verändern. Damit entsteht die Intelligenz eines Smart Grids nicht erst in übergeordneten Leitsystemen, sondern bereits auf der Ebene der Niederspannungsverteilung. Systeme wie „185Power“ und die integrierbare „MIEZ“-Messtechnik zeigen, wie sich Energieverteilung und Datenerfassung zu einer zukunftsfähigen Infrastruktur verbinden lassen.

Autor

Tino Graß
Produktmanagement bei Wöhner

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