Die Arbeitsgruppe für den Standard „GenICam“ innerhalb der European Machine Vision Association (EMVA) hat ihr Führungsgremium für die kommenden zwei Jahre neu bestimmt. Mit der Wahl setzt die Gruppe auf Stabilität in der Weiterentwicklung des Standards und gleichzeitig auf eine strukturierte Übergabe zukünftiger Verantwortlichkeiten im Vorsitz.
Neuer Vorstand der „GenICam“-Standard Arbeitsgruppe
Die personelle Entscheidung fiel im Rahmen des „International Vision Standards Meeting - Fall ’25“ im chinesischen Haikou. Michael Schmidt von Basler wurde erneut zum Vorsitzenden gewählt. Christoph Zierl von „MVTec“ bleibt stellvertretender Vorsitzender. Ergänzt wird das Team durch James Falconer von Pleora Technologies sowie Marcel Naggatz von Baumer Optronic, die ebenfalls als stellvertretende Vorsitzende fungieren.
Baumer stärkt Rolle im „GenICam“-Ökosystem
Mit der Wahl von Marcel Naggatz in das Leitungsgremium intensiviert Baumer sein Engagement innerhalb des „GenICam“-Umfelds. Das Unternehmen bringt seine langjährige Expertise als Hersteller von Industriekameras aktiv in die Weiterentwicklung des Standards ein. Die Mitarbeit in der „GenICam“-Arbeitsgruppe sowie im Branchenverband EMVA unterstreicht Baumers klares Bekenntnis zu offenen, herstellerübergreifenden Standards. Ziel ist es, Interoperabilität zu fördern und technologische Grundlagen für zukünftige Machine-Vision-Anwendungen gemeinsam weiterzuentwickeln.
Was bedeutet „GenICam“ für die industrielle Bildverarbeitung?
„GenICam“ steht für Generic Interface for Cameras und ist ein zentraler Standard in der industriellen Bildverarbeitung. Er ermöglicht eine einheitliche, herstellerunabhängige Konfiguration und Steuerung von Kamerasystemen. Der Standard beschreibt Kamerafunktionen strukturiert und maschinenlesbar, von Parametern wie Belichtungszeit und Trigger-Einstellungen bis hin zu Bildformaten und weiteren Geräteeigenschaften. Dadurch lassen sich unterschiedliche Kameramodelle unkompliziert in bestehende Automatisierungs- und Inspektionssysteme integrieren. Die standardisierte Funktionsbenennung reduziert den Integrationsaufwand erheblich, vereinfacht den Austausch von Komponenten und erhöht die Investitionssicherheit für Anwender in industriellen Produktionsumgebungen.
EMVA als Treiber offener Machine-Vision-Standards
Die European Machine Vision Association (EMVA) koordiniert die Weiterentwicklung von Standards wie „GenICam“ und fördert die internationale Zusammenarbeit innerhalb der Machine-Vision-Branche. Die kontinuierliche Arbeit der Standard-Arbeitsgruppen trägt dazu bei, technologische Schnittstellen langfristig kompatibel und zukunftssicher zu gestalten. Mit seiner erweiterten Rolle im Leitungsteam leistet Baumer einen direkten Beitrag zur strategischen Ausrichtung des „GenICam“-Standards in den kommenden Jahren.