Paul Vahle auf der Logimat 2026
FTS: Kontaktlose Energieübertragung für fahrerlose Transportsysteme
Donnerstag, 29. Januar 2026
| Redaktion
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Flexibles Szenario für fahrerlose Transportsysteme, im Bild ein FTS bei Siemens Nixdorf in Paderborn
Flexibles Szenario für fahrerlose Transportsysteme, im Bild ein FTS bei Siemens Nixdorf in Paderborn, Bild: Vahle

Paul Vahle stellt auf der Logimat 2026 in Stuttgart neue Konzepte für die Energieversorgung fahrerloser Transportsysteme (FTS) in der Intralogistik vor. Im Zentrum steht ein praxisnahes Szenario, das unterschiedliche Ansätze zur stromseitigen Versorgung autonomer Fahrzeuge präsentiert, von induktiver Energieübertragung entlang der Fahrstrecke bis zu punktuellen Batterieladepunkten.

Induktive Energieübertragung  von FTS ohne mechanische Kontakte

Vahle demonstriert mit dem System „CPS140“ eine induktive Lösung, die völlig ohne mechanische Kontaktflächen auskommt. Die Technologie versorgt FTS während der Fahrt kontinuierlich mit Energie und lässt sich ebenfalls in lineare Anlagen wie Sortier‑ und Verpackungslinien integrieren. „Mit unserem Energieübertragungssystem ‚CPS140‘ bieten wir eine kompakte, induktive Lösung, die vollständig ohne mechanische Kontaktflächen auskommt und fahrerlose Transportsysteme verschleißfrei sowie zuverlässig mit Strom versorgt. Das Konzept lässt sich zudem auf lineare Anwendungen wie Sortier‑ oder Verpackungsanlagen übertragen“, erklärt Dimitri Petker, Director Business Unit Intralogistics bei Vahle.

Ergänzende punktuelle FTS-Batterieladung

Neben der nahtlosen induktiven Versorgung zeigt der Hersteller auch punktuelle Batterie-Lademöglichkeiten für FTS. Diese eignen sich für Bereiche, in denen der Einbau eines Primärleiters entlang der Strecke nicht möglich ist oder FTS nicht durchgängig im Einsatz sind. An definierten Ladepunkten können die Fahrzeuge schnell und wirtschaftlich mit Energie versorgt werden. „So können die Fahrzeuge kosteneffizient an definierten Punkten geladen werden“, betont Petker.

Modulare Lösung für dynamische Prozesse

Das „CPS140“‑System ist modular aufgebaut und lässt sich flexibel an unterschiedliche Fahrzeugtypen sowie Förderstrecken anpassen. Es unterstützt eine bedarfsgerechte Energiebereitstellung in Echtzeit und adressiert zentrale Herausforderungen moderner Intralogistik: hohe Dynamik, kurze Standzeiten und begrenzte Einbauräume. „Mit hoher Leistungsdichte, variabler Pickup‑Konfiguration und minimalem Installationsaufwand ist die Lösung besonders für heterogene Fahrzeugflotten und lineare Förderanwendungen geeignet. Damit adressieren wir zentrale Herausforderungen moderner Intralogistikprozesse: hohe Dynamik, minimale Stillstandszeiten und begrenzte Einbauflächen“, so Petker.

Serviceangebote zur Leistungssteigerung

Vahle nutzt die Logimat zudem, um sein Service‑Portfolio für Betreiberinnen und -betreiber automatisierter Systeme vorzustellen. Dieses bündelt Maßnahmen zur Steigerung von Verfügbarkeit, Effizienz und Leistungsfähigkeit intralogistischer Prozesse. „Steigende Service‑Level‑Anforderungen und begrenzte Hallenflächen erfordern Lösungen, die Energieversorgung, Kommunikation, Positionierung und Steuerung intelligent vernetzen. Unser Systemansatz integriert daher alle relevanten Funktionsbereiche der intralogistischen Wertschöpfungskette“, sagt Petker. In der Gesamtheit soll dieser Ansatz die Wettbewerbsfähigkeit moderner Intralogistikumgebungen stärken. Sie finden Vahle vom 24. - 26. März auf der Logimat in Stuttgart in Halle 1 am Stand C31.

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