Starkes Auslandsgeschäft in den USA und China trägt zum Erfolg bei
Ziehl-Abegg knackt Milliardenmarke und wächst um mehr als zwölf Prozent
Mittwoch, 28. Januar 2026
| Redaktion
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Vorstandsvorsitzender Joachim Ley blickt zufrieden auf das starke Umsatzplus 2025 und einen vielversprechenden Start ins Jahr 2026
Vorstandsvorsitzender Joachim Ley blickt zufrieden auf das starke Umsatzplus 2025 und einen vielversprechenden Start ins Jahr 2026, Bild: Ziehl-Abegg

Ziehl‑Abegg hat für das Geschäftsjahr 2025 vorläufige Zahlen veröffentlicht: Erstmals in der 116‑jährigen Unternehmensgeschichte überschreitet der Umsatz die Marke von einer Milliarde Euro. Mit einem Zuwachs von mehr als zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 893 Millionen Euro markiert das Ergebnis einen bedeutenden Meilenstein für den weltweit tätigen Hersteller von Ventilatoren und Antriebsmotoren. Parallel zur Umsatzentwicklung stieg die globale Mitarbeiterzahl bei Ziehl‑Abegg von 5.300 auf 5.800 Mitarbeitende. Die Ergebnisse zeigen, dass der Industriekonzern auch unter anspruchsvollen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter expandiert und seine Marktpräsenz ausbaut.

Auslandsmärkte treiben Wachstums von Ziehl-Abegg

„Diese Marke ist für uns mehr als nur eine Zahl. Sie steht für die Leistung, das Engagement und den Zusammenhalt unserer weltweiten Teams“, betont Joachim Ley, Vorstandsvorsitzender von Ziehl‑Abegg. Er weist zugleich darauf hin, dass die Profitabilität im Berichtsjahr aufgrund globaler Verwerfungen, etwa bei Wechselkursen und Zöllen, starkem Druck ausgesetzt war.

Ein wesentlicher Beitrag zum Erfolg kommt aus dem Auslandsgeschäft. Die USA sind inzwischen der wichtigste Auslandsmarkt mit mehr als 20 Prozent Anteil am Gesamtumsatz. Dort stärkt ein 2024 gestartetes Investitionsprojekt in ein neues Werk die lokale Präsenz und Lieferfähigkeit. China bleibt der zweitgrößte Auslandsmarkt. Der Hersteller setzt dort auf regionale Entwicklung, um technische und preisliche Anforderungen vor Ort optimal zu bedienen. „Wer in China bestehen will, muss den Markt nicht nur verstehen, sondern ihn auch vor Ort gestalten“, so Ley.

Weltneuheit: Elektrische Aufzugssynchronmaschine ohne Magnete aus Seltenen Erden

2025 gelang Ziehl‑Abegg ein technologischer Durchbruch: Das Unternehmen entwickelte die weltweit erste elektrische Aufzugssynchronmaschine ohne Magnete aus Seltenen Erden, bei unveränderter Leistung und identischer Baugröße. Dieses neurartige Motordesign stärkt die technologische Unabhängigkeit und trägt zur Produktionsstabilität bei, selbst bei geopolitischen Risiken oder Exportbeschränkungen. „Dem Wettbewerb technologisch immer ein deutliches Stück voraus, ist unsere Devise“, kommentiert der Vorstandsvorsitzender.

Ziehl-Abegg setzt auf hohe Fertigungstiefe

Die erfolgreiche Positionierung baut auf einer hohen Fertigungstiefe auf, einschließlich eigener Gießerei, Blechfertigung und Kunststoffverarbeitung. Die Innovationskraft zeigt sich auch im Bereich bionischer Lüfterdesigns. Die energiesparenden Ventilatoren und präzisen Antriebssysteme finden Anwendung in Klima‑ und Kältetechnik, Aufzügen, Reinräumen, Agraranlagen und der Medizintechnik und werden in mehr als 100 Ländern vertrieben.

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