UniversalAutomation.Org hat einen neuen Präsidenten. Die internationale Non-Profit-Organisation, die sich für offene und softwaredefinierte Automatisierung einsetzt, wählte Benoît Thooris im Mai 2026 an ihre Spitze. Gleichzeitig wurden im Rahmen der Jahreshauptversammlung zwei neue Mitglieder in das Board of Directors berufen. Mit dem Führungswechsel unterstreicht die UAO ihren Anspruch, die Entwicklung herstellerunabhängiger Automatisierungsansätze weiter voranzutreiben und die internationale Verbreitung offener Automatisierungsarchitekturen zu beschleunigen.
UniversalAutomation.Org stellt Führung neu auf
Benoît Thooris übernimmt das Amt von Raquel Torres, die die Organisation seit 2024 geführt hatte. Der Franzose war zuletzt als Vice President bei der US-amerikanischen Landesgesellschaft von Schneider Electric tätig und bringt umfangreiche internationale Erfahrung in den Bereichen industrielle Automatisierung, digitale Transformation und Unternehmensführung mit. Während seiner mehr als 20-jährigen Laufbahn bei Schneider Electric übernahm Thooris verschiedene Führungspositionen in Europa sowie in Nord- und Südamerika. Zuletzt verantwortete er in den USA die Go-to-Market-Transformation des Industriegeschäfts und beschäftigte sich intensiv mit der Markteinführung offener und softwaredefinierter Automatisierungslösungen. Ergänzt wird diese Erfahrung durch einen Ingenieurabschluss der französischen Hochschule Ensam in Paris.
„Mit UAO sind wir genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort“, erklärt Benoît Thooris als neu gewählter UAO-President. „Die vielfältigen technologischen und logistischen Herausforderungen, mit denen Industrieunternehmen auf der ganzen Welt zu kämpfen haben, sowie der Einfluss von Software und Digitalisierung, machen die Notwendigkeit für offene Automatisierung deutlich wie nie. Daher freut es mich, künftig aktiv an der Transformation unserer Industrie mitwirken zu können. Als UniversalAutomation.Org bieten wir einen reifen und sofort nutzbaren technischen Ansatz, der eine wirklich vollständig offene, softwaredefinierte Automatisierung ermöglicht.“
Benoît Thooris übernimmt das Präsidentenamt
Mit der Wahl von Benoît Thooris setzt UniversalAutomation.Org auf einen Manager, der sowohl die Anforderungen industrieller Anwender als auch die Herausforderungen digitaler Transformationsprozesse kennt. Seine Aufgabe wird es sein, die Weiterentwicklung der Organisation sowie die Verbreitung offener Automatisierungsansätze in der Industrie weiter voranzutreiben. Die Organisation verfolgt dabei das Ziel, eine herstellerunabhängige Automatisierungslandschaft zu fördern, in der Software und Hardware flexibel miteinander kombiniert werden können. Vor dem Hintergrund zunehmender Digitalisierung und wachsender Anforderungen an die industrielle Flexibilität gewinnt dieses Konzept weiter an Bedeutung.
Neue Mitglieder im Board von UniversalAutomation.Org
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurde auch das Board of Directors neu besetzt. Neu in das Leitungsgremium gewählt wurden Harry He von der Kyland Group sowie Brad Mozisek von Wood. Harry He ist derzeit Deputy General Manager und General Manager der Smart Control Business Unit bei der Kyland Group. Zuvor war er unter anderem in leitenden Positionen bei Emerson Process Control und Schneider Electric tätig. Brad Mozisek arbeitet in der Digital Integration Group von Wood als Business Manager sowie als Automation and Control Expert. Darüber hinaus verantwortet er als Program Manager das Open Process Automation Center of Excellence des Unternehmens. Der Chemieingenieur verfügt über mehr als 19 Jahre Erfahrung in Automatisierungsprojekten der Prozessindustrie. Gemeinsam mit Vertretern von AS-Rock Industrial, Exxon-Mobil, Intel, Kongsberg Maritime, Schneider Electric, Wood, Yokogawa und Kyland bilden sie das achtköpfige Leitungsgremium der Organisation.
UniversalAutomation.Org bestätigt Chief Marketing Officer
Die Mitgliederversammlung bestätigte außerdem Gregory Boucaud für weitere zwei Jahre als Chief Marketing Officer. Er verantwortet das globale Marketing der Organisation bereits seit ihrer Gründung im Jahr 2021. Mit der Wiederwahl setzt UniversalAutomation.Org auf Kontinuität in der Kommunikation und der internationalen Positionierung ihrer technologischen Konzepte.
Offene Automatisierung bleibt strategischer Schwerpunkt
Im Mittelpunkt der Aktivitäten von UniversalAutomation.Org steht weiterhin die Förderung offener und softwaredefinierter Automatisierungsarchitekturen auf Basis der Norm IEC 61499. Die Organisation stellt ihren Mitgliedern eine als Guarded Source verwaltete Implementierung der Norm zur Verfügung, die lizenzkostenfrei genutzt werden kann. Der Ansatz ermöglicht die Entkopplung von Automatisierungshardware und Automatisierungssoftware. Dadurch lassen sich Anwendungen herstellerübergreifend entwickeln, wiederverwenden und auf unterschiedlichen Hardwareplattformen einsetzen. Gleichzeitig werden Integration, Modernisierung und Migration bestehender Systeme vereinfacht.
Mit inzwischen mehr als 110 Mitgliedsunternehmen hat sich UniversalAutomation.Org seit ihrer Gründung im Jahr 2021 zu einer international beachteten Initiative für offene Automatisierung entwickelt. Unter der neuen Führung soll dieser Kurs fortgesetzt und die Verbreitung softwaredefinierter Automatisierungskonzepte weiter ausgebaut werden.