Gemeinschaftsworkshop von Aptean, Fraunhofer IOSB und HIR auf dem Automatisierungstreff 2026
Smart Manufacturing in der Praxis umsetzen: Zusammenspiel von MES, IIoT und KI
Freitag, 05. Juni 2026
| Redaktion
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Smart Manufacturing in der Praxis: Gemeinschaftsworkshop von Aptean, Fraunhofer IOSB und HIR zeigt, wie MES, IIoT und KI Produktionsdaten in konkrete Verbesserungen überführen
Smart Manufacturing in der Praxis: Gemeinschaftsworkshop von Aptean, Fraunhofer IOSB und HIR zeigt, wie MES, IIoT und KI Produktionsdaten in konkrete Verbesserungen überführen, Bild: Strobl

Smart Manufacturing verändert die industrielle Produktion durch vernetzte Systeme, datenbasierte Entscheidungen und KI-gestützte Prozesse. Wie Unternehmen den Weg zur Smart Factory strukturiert angehen können, zeigt der Gemeinschaftsworkshop „From Data to Action: Smart Manufacturing in der Praxis“ des MES D.A.CH Verbands auf dem Automatisierungstreff 2026 in Heilbronn. Am 17. Juni verbinden Keynotes und Praxisworkshops die Themen MES, IIoT, KI-Projekte und konkrete Umsetzungswerkzeuge.

Smart Manufacturing verbindet MES, IIoT und KI

Den Auftakt bildet ein gemeinsamer Vormittag mit zwei Fachvorträgen. Dr. Harald Hoff von HIR zeigt, warum ein MES zwar als Grundlage für Industrie 4.0 und Smart Factory gilt, eine geeignete IIoT-Plattform jedoch ebenso entscheidend ist. Im Fokus steht die Frage, wie Unternehmen zwischen Zukunftsvision, Wunschdenken und realistischen Projektschritten unterscheiden können.

KI-Anwendungen für Smart Manufacturing

Dr. Constanze Hasterok vom Fraunhofer IOSB beleuchtet anschließend den Einsatz von KI in industriellen Anwendungen. Im Mittelpunkt stehen Modelle, die auf Basis historischer Produktionsdaten Qualitätsprobleme frühzeitig erkennen, Ausschuss reduzieren und Anlagenparameter optimieren können. Anwendungsbeispiele aus verschiedenen Industriezweigen zeigen, wie KI zur Ressourceneffizienz und Prozessoptimierung beitragen kann.

Am Nachmittag wechseln die Teilnehmer vom theoretischen Überblick in die praktische Anwendung. Dabei stehen drei Workshops zur Auswahl, die unterschiedliche Schwerpunkte auf dem Weg zu Smart Manufacturing setzen.

Agentic AI als digitaler Co-Worker in der Fertigung

Der Workshop von Aptean Germany beschäftigt sich mit dem Einsatz von Agentic AI im MES-Umfeld. Die Teilnehmer erhalten zunächst einen Überblick über aktuelle KI-Technologien und deren Einsatzmöglichkeiten in der Fertigung. Anschließend erleben sie live, wie autonome KI-Agenten MES-Prozesse in „Syncos MES“ unterstützen, Entscheidungen vorbereiten und Arbeitsabläufe automatisieren können. Im praktischen Teil entwickeln die Teilnehmer gemeinsam einen eigenen KI-Agenten und gewinnen Einblicke in die Potenziale intelligenter Workflows auf dem Shopfloor.

KI-Projekte strukturiert planen und umsetzen

Das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB legt den Schwerpunkt auf die professionelle Planung und Umsetzung von KI-Projekten in der Industrie. Anhand konkreter Praxisbeispiele zeigen die Experten, welche Herausforderungen bei Datenverfügbarkeit, Modelltraining und Projektorganisation entstehen können. Themen wie KI-Pipelines, Datenqualität, Ressourcenplanung sowie die Strukturierung von KI-Projekten vermitteln den Teilnehmern einen praxisnahen Leitfaden für die erfolgreiche Umsetzung eigener KI-Initiativen.

Der logische Weg zur Smart Factory

Wer den strategischen Weg zur Smart Factory in den Mittelpunkt stellen möchte, findet im Workshop von HIR den passenden Ansatz. Die Referenten erläutern, wie MES und IIoT-Plattformen zusammenspielen und welche Voraussetzungen Unternehmen schaffen müssen, um Smart-Manufacturing-Konzepte erfolgreich umzusetzen. Neben konkreten Praxisbeispielen erhalten die Teilnehmer Werkzeuge und Checklisten, die sie für eigene Digitalisierungsprojekte nutzen können. Ziel ist es, einen nachvollziehbaren und realistischen Weg zur Smart Factory aufzuzeigen.

Smart Manufacturing mit praktischen Werkzeugen

Der Workshop richtet sich an Projektleiter, Führungskräfte, IT- und Produktionsverantwortliche sowie Entscheider, die Smart Manufacturing nicht nur strategisch verstehen, sondern praktisch umsetzen wollen. Neben technologischen Grundlagen stehen konkrete Tools, Checklisten, Anwendungsbeispiele und Diskussionen im Mittelpunkt. Ziel ist es, den Teilnehmern Orientierung für eigene Digitalisierungs- und KI-Projekte in der Produktion zu geben.

Von Daten zu konkreten Maßnahmen

Der Titel „From Data to Action“ beschreibt den Kern der Veranstaltung: Produktionsdaten sollen nicht nur gesammelt, sondern in konkrete Verbesserungen überführt werden. Smart Manufacturing entsteht dort, wo MES, IIoT, KI und organisatorische Umsetzung zusammenspielen. Der Gemeinschaftsworkshop liefert dafür praxisnahe Impulse und zeigt Wege, wie Unternehmen ihre Fertigung schrittweise intelligenter, effizienter und vernetzter gestalten können.

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