Praxisnaher Workshop von „BE.services“ auf dem Automatisierungstreff 2026
Edge Computing als Alternative zur Cloud im Maschinenbau
Mittwoch, 03. Juni 2026
| Redaktion
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Der Workshop von „BE.services” zeigt, wie Edge IoT und KI eine flexible, kostengünstige und einfach umsetzbare Alternative zur Cloud bietet
Der Workshop von „BE.services” zeigt, wie Edge IoT und KI eine flexible, kostengünstige und einfach umsetzbare Alternative zur Cloud bietet, Bild: Strobl

Die Digitalisierung von Maschinen und Anlagen scheitert in vielen Unternehmen nicht an fehlenden Ideen, sondern an komplexen IT-Strukturen, langen Projektlaufzeiten und hohen Investitionskosten. Dabei lassen sich viele Anwendungsfälle deutlich einfacher umsetzen. Wie Edge Computing einen praxisnahen und wirtschaftlichen Einstieg in die industrielle Digitalisierung ermöglicht, zeigt „BE.services“ im Rahmen eines Workshops auf dem Automatisierungstreff 2026 in Heilbronn. Teilnehmer entwickeln dabei ihre eigene IoT-Lösung und lernen, wie sich Maschinendaten direkt vor Ort erfassen, analysieren und nutzen lassen. Der Workshop findet am 17. Juni 2026 von 10:00 bis 17:00 Uhr im WTZ-Tagungszentrum Heilbronn statt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Unternehmen Edge- und Cloud-Technologien sinnvoll kombinieren können und welche Vorteile eine lokale Datenverarbeitung für industrielle Anwendungen bietet.

Warum Edge Computing für IoT-Projekte an Bedeutung gewinnt

Viele IoT-Projekte stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Komplexe Architekturen, hohe Betriebskosten und lange Implementierungszeiten erschweren die Umsetzung. Edge Computing verfolgt einen anderen Ansatz: Daten werden direkt an der Maschine oder Anlage verarbeitet und nur bei Bedarf an übergeordnete Systeme weitergegeben. Dadurch lassen sich Latenzzeiten reduzieren, Datensicherheit verbessern und Infrastrukturkosten senken. Insbesondere im Maschinen- und Anlagenbau gewinnt dieser Ansatz an Bedeutung, da Entscheidungen häufig in Echtzeit getroffen werden müssen.

Edge und Cloud sinnvoll kombinieren

Im Workshop erhalten die Teilnehmer einen Überblick über die Unterschiede zwischen Edge- und Cloud-Architekturen. Anhand praxisnaher Beispiele wird gezeigt, welche Aufgaben lokal verarbeitet werden sollten und wann eine Cloud-Anbindung zusätzlichen Nutzen bietet. Darüber hinaus beleuchten die Referenten Themen wie Kosten, Skalierbarkeit, Datensicherheit und Systemarchitektur. Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie beide Technologien in modernen Digitalisierungsprojekten sinnvoll zusammenarbeiten können.

Mit „Coligo“ eigene Edge-Computing-Anwendungen umsetzen

Ein Schwerpunkt des Workshops liegt auf der praktischen Umsetzung. Mithilfe der Plattform Coligo entwickeln die Teilnehmer vor Ort eigene IoT-Anwendungen. Dabei werden Maschinendaten erfasst, verarbeitet und visualisiert. Die Anbindung erfolgt beispielsweise über Standardschnittstellen wie OPC UA. Anschließend erstellen die Teilnehmer Dashboards, um Betriebsdaten übersichtlich darzustellen und nutzbar zu machen. Der Hands-on-Ansatz ermöglicht es, die vorgestellten Konzepte unmittelbar in die Praxis zu übertragen.

Echtzeitdaten direkt durch Edge Computing verarbeiten

Ein wesentlicher Vorteil von Edge Computing liegt in der lokalen Verarbeitung von Daten. Die Teilnehmer erleben im Workshop, wie Informationen direkt an der Maschine ausgewertet werden können, ohne den Umweg über externe Rechenzentren. Dadurch lassen sich Ereignisse in Echtzeit erkennen und entsprechende Maßnahmen unmittelbar einleiten. Gleichzeitig wird gezeigt, wie ausgewählte Daten sicher an Cloud-Dienste oder bestehende IT-Systeme übertragen werden können.

KI und Machine Vision am Edge nutzen

Neben klassischen IoT-Anwendungen behandelt der Workshop auch moderne KI-Verfahren. Die Teilnehmer lernen, wie sich KI-basierte Analysen ohne Programmierkenntnisse konfigurieren lassen. Anomalien und Trends können dadurch automatisch erkannt werden. Darüber hinaus wird die Nutzung von Kameradaten in industriellen Anwendungen vorgestellt. Bilddaten werden direkt am Edge verarbeitet und können beispielsweise für Qualitätskontrollen oder Überwachungsaufgaben eingesetzt werden. Dadurch entstehen schnelle Reaktionszeiten und eine hohe Datenhoheit.

Praxisbeispiele für Edge Computing im Maschinenbau

Abschließend diskutieren die Teilnehmer typische Anwendungsfälle aus der Industrie. Dazu gehören Predictive Maintenance, Anomalieerkennung, Zustandsüberwachung und Qualitätssicherung. Die Beispiele zeigen, wie Unternehmen mit überschaubarem Aufwand konkrete Mehrwerte aus ihren Maschinendaten generieren können. Der Workshop richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus Maschinenbau, Produktion und Industrie, die Verantwortung für Digitalisierung, Datennutzung oder IoT-Projekte tragen. Dazu zählen Instandhaltungsleiter, Ingenieure, Automatisierungstechniker sowie Verantwortliche für Digitalisierung und Prozessoptimierung.

Besonders praxisnah: Die Teilnehmer entwickeln eine unmittelbar nutzbare Lösung und erhalten ein klares Verständnis dafür, wie sich Edge Computing im eigenen Unternehmen einsetzen lässt. Damit schaffen sie die Grundlage, bestehende Maschinen zu digitalisieren, neue datenbasierte Services aufzubauen und IoT-Projekte schneller umzusetzen.

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