Magnetisierungsverluste um bis zu 70 Prozent reduzieren
Kompakter Frequenzumrichter unterstützt mit Standby-Funktion Energieeinsparungen
Mittwoch, 16. November 2022
| Redaktion
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Modularer Automatisierungsbaukasten Movi-C
Modularer Automatisierungsbaukasten Movi-C, Bild: SEW-Eurodrive

Der kompakte Frequenzumrichter Movitrac Advanced von SEW-Eurodrive bietet einen konfigurierbaren Funktionsumfang für vielfältige Automatisierungsaufgaben und unterstützt beim Energiesparen. Wenn Maschinen und Anlagen nicht verwendet werden, lohnt es sich diese in einen sicheren Standbybetrieb zu fahren, gerade wenn es sich um kurzzeitige Unterbrechungen, wie Wochenenden, Produktionspausen oder Freischichten handelt. Durch die serienmäßige Standby-Funktion in den Movitrac Advanced Frequenzumrichtern lässt sich der Energieverbrauch reduzieren und ermöglicht ein sofortiges Wiederanfahren der Maschine oder Anlage.

Gleichsam optimiert der Frequenzumrichter den magnetischen Fluss im Motor, wodurch die Magnetisierungsverluste um bis zu 70 Prozent verringert werden können. Dadurch reduziert sich die Erwärmung des Motors messbar. Durch seine kompakte Bauweise und einen optimierten Materialeinsatz werden bereits bei der Produktion wertvolle Ressourcen eingespart. Zudem ist am Ende des Produktlebenszyklus eine Trennung der eingesetzten Materialien möglich, so dass diese den Recyclingkreisläufen wieder zugeführt werden können. Das System ist prädestiniert für Anwendungen in der Fördertechnik, in Hubwerken, in Palettierern oder Rührwerken. Bei Rührwerken besteht die Besonderheit, dass der Frequenzumrichter auch in der Kombination mit einem Industriegetriebe einsetzbar ist und so Anwendungen in einem Leistungsbereich bis 315 Kilowatt problemlos bedient werden können.

Automatische Inbetriebnahme durch modularen Automatisierungsbaukasten

Das Movitrac Advanced gehört zum modularen Automatisierungsbaukasten Movi-C. Wie alle Geräte aus dem Baukasten verfügt es über entsprechende Schnittstellen, wodurch eine vertikale Digitalisierung von der Leitebene bis zum Antrieb möglich ist. So kann beispielsweise eine automatische Inbetriebnahme oder das Auslesen von motorennahen Sensoren realisiert werden. Durch die permanente Erfassung der Anlagenparameter lassen sich verbesserte Wartungsmaßnahmen planen und Stillstandszeiten minimieren. Condition-Monitoring und Predictive Maintenance werden möglich. Auch spart eine automatische Inbetriebnahme Zeit und reduziert Fehler, die vorkonfigurierten Softwaremodule Movikit unterstützen Anwender ebenfalls entsprechend.

Technische Daten zum Movitrac Advanced

Die Netzspannung für den Frequenzumrichter kann 1 x AC 200 - 240 Volt, 3 x AC 200 - 240 Volt oder 3 x AC 380 - 500 Volt betragen. Dabei reicht die Nennleistung von 0,25 - 315 Kilowatt bei einer Überlastfähigkeit von 150 Prozent. Die Motorführung kann synchrone und asynchrone Drehstrommotoren (mit/ohne Geber), Asynchronmotoren mit LSPM-Technologie oder synchrone und asynchrone Linearmotoren regeln und überwachen. Hierzu stehen modernste Regelverfahren je nach Motorentyp und Applikation zur Verfügung. Movitrac Advanced hat STO (Safe Torque Off) in PL d im Grundgerät integriert. Weitere Sicherheitsfunktionen, wie SBC (Safe Brake Control), SDI (Safe Direction) oder SLS (Safe Limited Speed) können konfiguriert werden, ebenso die sichere Kommunikation über Profisafe/Profinet und Fail Safe over Ethercat. Als weitere Ausstattung kann die digitale Datenschnittstelle Movilink DDI konfiguriert werden. Die Verkabelung kann über die Einkabeltechnologie von SEW-Eurodrive erfolgen. Das bedeutet, es ist nur ein standardisiertes Hybridkabel für Leistungsversorgung und Datenübermittlung nötig.
 

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