Wachstumspotential durch nachhaltige Transformation der Prozessindustrie
Endress+Hauser erzielt 2025 erstmals mehr als vier Milliarden Euro Umsatz
Mittwoch, 15. April 2026
| Redaktion
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Endress+Hauser verbucht 2025 mehr als vier Milliarden Euro Umsatz
Endress+Hauser verbucht 2025 mehr als vier Milliarden Euro Umsatz, vor allem mit Prozessmesstechnik, Bild: Endress+Hauser

Endress+Hauser hat im Geschäftsjahr 2025 einen Nettoumsatz von 4,01 Milliarden Euro erzielt. Das entspricht einem Wachstum von 7,2 Prozent und markiert einen Meilenstein in der Unternehmensentwicklung. Wesentlichen Anteil daran hatte die Übernahme der Gasanalyse- und Gasmesstechnik des Sensorherstellers Sick, die Anfang 2025 wirksam wurde. Im Zuge dieser Partnerschaft übernahm der Hersteller in 46 Ländern Vertrieb und Service. Ein gemeinsames Unternehmen verantwortet zudem die Produktion und Weiterentwicklung der entsprechenden Technologien. Dr. Peter Selders, Chief Executive Officer von Endress+Hauser, betont: „Wir haben 2025 alles getan, um kurzfristige Herausforderungen zu meistern und langfristigen Erfolg zu ermöglichen. Wir sind hinter unseren Zielen geblieben, haben aber unter den gegebenen Umständen das Beste für Endress+Hauser erreicht.“

Marktentwicklung und Einfluss von Währungseffekten

Das organische Wachstum lag bei 2,6 Prozent. Währungseffekte haben das Wachstum reduziert. Zusätzlich wirkte sich die Investitionszurückhaltung in der chemischen Industrie dämpfend aus. Gleichzeitig entstanden neue Impulse durch den Ausbau von Rechenzentren, die einen steigenden Bedarf an Messtechnik für Kühlung und Energieversorgung aufweisen. Regional verzeichnete Endress+Hauser in Nord- und Südamerika ein Wachstum von 10,1 Prozent. In Europa stiegen die Umsätze um 11,6 Prozent, während Deutschland und die Schweiz rückläufig waren. In Asien/Pazifik ging der Umsatz um 1,4 Prozent zurück, insbesondere aufgrund der schwächeren Entwicklung in China. Das Ergebnis nach Steuern lag bei 321,3 Millionen Euro. Trotz stabiler Ergebnisse wirkten sich Wechselkurse und Integrationskosten auf die Profitabilität aus.

Endress+Hauser investiert in Standorte, Personal und F&E

Die Zahl der Mitarbeitenden stieg auf 18.306. Mehr als 800 Beschäftigte wechselten im Zuge der Partnerschaft mit Sick zu Endress+Hauser. Investitionen erreichten mit 370,8 Millionen Euro ein neues Niveau. Die Mittel flossen unter anderem in neue Gebäude, Produktionsanlagen sowie IT- und Softwarelösungen. In den vergangenen fünf Jahren summieren sich die Investitionen auf 1,4 Milliarden Euro.

2025 wurden insgesamt 41 neue Produkte auf den Markt gebraucht. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich auf 281,4 Millionen Euro, was sieben Prozent des Umsatzes entspricht. Zusätzlich wurden 294 Patente angemeldet

Endress+Hauser richtet Organisation neu aus

Im Executive Board kommt es zu mehreren personellen Veränderungen. Neue Führungspositionen wurden bereits besetzt, während weitere Wechsel im Laufe des Jahres folgen. Gleichzeitig übernimmt die nächste Generation der Eigentümerfamilie zusätzliche Verantwortung in zentralen Gremien. Steven Endress wurde zum Präsidenten des Verwaltungsrats ernannt. Er betont die Bedeutung der Familie für die Entwicklung des Unternehmens und sieht darin einen wichtigen Erfolgsfaktor für die Zukunft.

Endress+Hauser sieht Wachstumspotenzial durch Nachhaltigkeit

Für die kommenden Jahre sieht Endress+Hauser insbesondere in der nachhaltigen Transformation der Prozessindustrie Chancen. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, bis 2050 entlang der gesamten Wertschöpfungskette klimaneutral zu arbeiten. Zudem will das Unternehmen Kunden bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien unterstützen. Für dieses Engagement erhielt das Unternehmen 2025 den Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie Mess- und Regeltechnik. Für 2026 plant Endress+Hauser ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich und den Aufbau von rund 250 neuen Stellen.

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Klaus Endress