Globaler Treffpunkt der Verpackungsindustrie
Abschlussbericht: 127.000 Fachbesucher kommen zur Interpack 2026
Freitag, 15. Mai 2026
| Redaktion
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Reger Andrang zum morgendlichen Start auf der Interpack 2026
Reger Andrang zum morgendlichen Start auf der Interpack 2026, Bild: Tropal Media / Susanne Woggon

Die Interpack 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, wie stark sich die internationale Processing- und Packaging-Industrie derzeit verändert. Digitalisierung, Automatisierung, nachhaltige Materialien und neue regulatorische Anforderungen prägen die Entwicklung der Branche. Gleichzeitig wurde in Düsseldorf deutlich, wie eng Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette inzwischen zusammenarbeiten. Mit mehr Ausstellern und internationaler Beteiligung als je zuvor entwickelte sich die Fachmesse erneut zum zentralen Treffpunkt für Innovationen, Investitionen und konkrete Projekte der globalen Verpackungsindustrie.

Interpack verzeichnet Rekordbeteiligung von Ausstellern

Vom 07. bis 13. Mai 2026 präsentierten sich in Düsseldorf insgesamt 2.804 Aussteller aus 65 Ländern. Ergänzt wurde die Messe durch rund 100 Unternehmen der parallel stattfindenden Zuliefermesse Components. Damit war die Interpack 2026 die größte Ausgabe in ihrer Geschichte. Rund 127.000 Fachbesucher aus 161 Ländern kamen nach Düsseldorf. 2024 waren es mit 142.000 Interessierten deutlich mehr Besucher. Der internationale Anteil lag bei 75 Prozent, davon rund 28 Prozent aus Übersee. Das komplett belegte Messegelände spiegelte die hohe Bedeutung der Veranstaltung für die globale Verpackungs- und Prozessindustrie wider. Thomas Dohse, Director der Interpack, zieht ein positives Fazit: „Das war eine Top-Interpack. Stark frequentierte Hallen, ein intensiver Austausch und konkrete Projekte haben gezeigt, welche Kraft in dieser globalen Community steckt. Die Interpack ist das wichtigste Treffen der Branche weltweit und diese Ausgabe hat das eindrucksvoll bestätigt.“

Verpackungsbranche steht vor tiefgreifendem Wandel

Die Interpack traf auf eine Branche, die sich derzeit in einer umfassenden Transformation befindet. Steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit, Lieferketten und Ressourceneffizienz verändern Produktionsprozesse und Materialeinsatz grundlegend. Besonders die europäische Verpackungsverordnung PPWR spielte auf der Messe eine zentrale Rolle. Viele Unternehmen präsentierten Lösungen, die Materialien, Maschinen und Prozesse stärker miteinander verzahnen und auf regulatorische Anforderungen abstimmen. Damit wurde auf der Verpackungsmesse deutlich, dass die Branche zunehmend systemisch denkt und Investitionen entlang kompletter Wertschöpfungsketten plant.

Smart Manufacturing prägt die Interpack 2026

Ein zentrales Thema der Messe 2026 war Smart Manufacturing. Datenbasierte Anwendungen, flexible Anlagenkonzepte und automatisierte Produktionssysteme sind inzwischen fest in der industriellen Praxis angekommen. Die Aussteller zeigten zahlreiche Anwendungen für vernetzte Produktionsumgebungen sowie digitale Steuerungs- und Optimierungssysteme. Parallel dazu rückten neue Kompetenzanforderungen für Mitarbeitende stärker in den Fokus. Auch im Bereich nachhaltiger Verpackungsmaterialien präsentierten Unternehmen praxisnahe Lösungen, die unter realen Produktionsbedingungen funktionieren und regulatorischen Vorgaben entsprechen.

Specials der Interpack setzen zusätzliche Impulse

Neben den klassischen Messeständen sorgten zahlreiche Sonderformate für zusätzliche Impulse auf der Veranstaltung. Dazu gehörten unter anderem das Interpack Spotlight Forum, die Save Food Expert Talks, die Start-up Zone sowie Formate wie Women in Packaging und der Young Talents Day. Die Themen reichten von Nachhaltigkeit und Digitalisierung über Diversität und Nachwuchsförderung bis hin zu Qualifikation und Zukunftskompetenzen in der Verpackungsindustrie.

Interpack bleibt Konjunkturmotor der Branche

Die Interpack bestätigte 2026 erneut ihre Rolle als zentrale Plattform der globalen Verpackungsindustrie. In Düsseldorf wurden nicht nur Technologien vorgestellt, sondern auch konkrete Projekte angestoßen und Investitionsentscheidungen vorbereitet. Die Kombination aus internationaler Präsenz, technischer Tiefe und hoher Innovationsdynamik machte deutlich, welche Bedeutung die Messe weiterhin für die Branche besitzt. Die nächste Interpack findet im Jahr 2029 statt. Der genaue Termin soll laut Veranstalter in Kürze bekannt gegeben werden.

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