In der Intralogistik sind nicht nur robuste und sichere Antriebe gefragt, sondern auch solche, die sich mit möglichst geringem Aufwand zuverlässig in ganz unterschiedliche Steuerungskonfigurationen integrieren lassen. Ebm-Papst zeigt auf der diesjährigen Logimat verschiedene Beispiele dafür. Das kompakte Fahr-Lenk-System Argodrive hat sich seit seiner Markteinführung in verschiedenen Anwendungen mit fahrerlosen Transportsystemen oder autonomen mobilen Robotern bewährt. Es lässt sich flexibel mit Antriebsreglern unterschiedlicher Hersteller kombinieren. Dies reduziert den Implementierungsaufwand im Feld auf ein Minimum. Auf dem Messestand zeigen die Antriebsexperten dazu verschiedene Aufbauten für FTS und AMR.
Fahr-Lenk-System nutzt Informationen von Sicherheits-Laserscannern des FTS oder AMR
Um Sicherheitsfunktionen für das Fahr-Lenk-System noch einfacher gemäß der entsprechenden Spezifikation zu realisieren, bietet Safe Velocity von Siemens neue interessante Möglichkeiten. Statt Lenkwinkel- und Drehzahlinformationen redundant im Fahr-Lenk-System zu erfassen und an die Steuerung zu übertragen, nutzt Safe Velocity als zusätzliches Signal Informationen aus den Sicherheits-Laserscannern des FTS oder AMR. Mit den gewonnenen Daten überprüft es die Plausibilität der Lenkwinkel- und Geschwindigkeitsinformationen des Systems. Dadurch werden die zusätzlichen Sicherheits- und/oder Inkrementalgeber nicht mehr benötigt, um die Bewegungsrichtung des AGV oder AMR sicher zu bestimmen. Der Tüv hat Safe Velocity im Dezember die angestrebte Zertifizierung erteilt. Auf dem Messestand zeigt Ebm-Papst sowohl einen konventionellen Demonstrationsaufbau mit redundanten Informationen aus dem Fahr-Lenk-System als auch einen Lösungsaufbau mit Safe Velocity.
Der richtige Antrieb für jedes Shuttle
In Kombination mit den robusten Optimax-Planetengetrieben wird der „BLDC-Antrieb ECI 80“ vor allem in Shuttle-Anwendungen, aber auch in Förder-, Lager- und Sortiersystemen eingesetzt. Mit einer Nennleistung von bis zu 750 Watt verfügt er über ein robustes Aluminiumgehäuse und erfüllt standardmäßig die Anforderungen der Schutzart IP54. Das modulare Antriebssystem umfasst außerdem verschiedene Planetengetriebe mit unterschiedlichen Untersetzungen sowie Encoder- und Bremsmodule. Jede Shuttle-Anwendung stellt jedoch individuelle Anforderungen an die eingesetzte Antriebstechnik. Deshalb beraten die Antriebsexperten, welche Komponenten aus dem stetig wachsenden Antriebsbaukasten für den jeweiligen Anwendungsfall am besten geeignet sind. Auch hier werden in Stuttgart verschiedene Varianten zu sehen sein.