Mit dem Cyber Resilience Act verschärft die Europäische Union die Anforderungen an die Cyber-Sicherheit vernetzter Produkte und industrieller Systeme. Ab 2027 gelten für Hersteller von Maschinen und Anlagen neue Vorgaben zu Security, Dokumentation und Haftung. Unternehmen müssen künftig nachweisen können, dass ihre Produkte grundlegende Cyber-Sicherheitsanforderungen erfüllen. Welche Auswirkungen der Cyber Resilience Act auf Entwicklungsprozesse und Produktverantwortung hat, steht deshalb im Mittelpunkt eines praxisbezogenen Workshops von Bihl+Wiedemann am 17. Juni 2026 in Heilbronn auf dem Automatisierungstreff 2026.
Der Cyber Resilience Act verändert Verantwortlichkeiten
Mit dem Cyber Resilience Act entstehen für Hersteller neue Pflichten im Bereich Product Security und Industrial Security. Betroffen sind Maschinen- und Anlagenbauer unabhängig von der eingesetzten Automatisierungstechnologie. Im Fokus stehen unter anderem Cyber-Sicherheitsanforderungen, Risikobewertungen, technische Dokumentationen sowie die Verantwortung für Sicherheitslücken in ausgelieferten Anlagen und Systemen. Der Workshop von Bihl+Wiedemann soll Unternehmen dabei unterstützen, die regulatorischen Anforderungen frühzeitig einzuordnen und geeignete Maßnahmen für Entwicklung und Betrieb abzuleiten.
Cyber Resilience Act beeinflusst Entwicklungsprozesse
Im Rahmen des Workshops erhalten Teilnehmer einen Überblick darüber, wie sich der Cyber Resilience Act auf Maschinen, Anlagen und Entwicklungsprozesse auswirkt. Experten der Beratungsfirma TG Alpha vermitteln Grundlagen zu regulatorischen Anforderungen und Compliance-Themen. Darüber hinaus geht es um strukturierte Risikobewertungen und die praktische Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen in industriellen Anwendungen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Frage, welche Schutzmaßnahmen für Maschinen und Anlagen tatsächlich relevant sind und wie sich Security-Anforderungen effizient in bestehende Entwicklungsprozesse integrieren lassen.
Konkrekte Beispiele zeigen Möglichkeiten in der Umsetzung in der Praxis
Neben den regulatorischen Grundlagen sollen konkrete Praxisbeispiele die Umsetzung der neuen Vorgaben verdeutlichen. Spezialisten von Bihl+Wiedemann zeigen, wie sich CRA-Anforderungen mit bestehenden Geräten und Systemen erfüllen lassen. Thematisiert werden außerdem typische Herausforderungen bei der technischen Dokumentation sowie praktische Ansätze zur Umsetzung von Security-Maßnahmen.
Mit Blick auf die kommenden regulatorischen Anforderungen gewinnt die frühzeitige Vorbereitung auf den Cyber Resilience Act für Maschinen- und Anlagenbauer zunehmend an Bedeutung. Unternehmen müssen ihre Prozesse, Produkte und Dokumentationen künftig stärker auf Cyber-Sicherheit ausrichten. Der Workshop soll deshalb Orientierung bei der praktischen Umsetzung der neuen Anforderungen bieten und Unternehmen auf die kommenden regulatorischen Veränderungen vorbereiten.
Praxisorientierter Workshop auf dem Automatisierungstreff 2026
Der Workshop richtet sich an Fachkräfte aus Maschinen- und Anlagenbau, Elektrokonstruktion, Produktentwicklung sowie an Verantwortliche für Product Security und Industrial Security. Geleitet wird der Workshop von Jens Fiederlein, technischer Vertriebsmitarbeiter bei Bihl+Wiedemann. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Automatisierungstreffs 2026 am 17. Juni 2026 von 10:00 bis 16:00 Uhr im WTZ-Tagungszentrum Heilbronn statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.