Hager liefert Schalt- und Schutztechnik für die elektrische Infrastruktur des neuen Gebäudekomplexes
Group7 setzt bei neuem Logistikzentrum am Münchner Flughafen auf modulare Energieverteilung
Donnerstag, 13. August 2026
| Redaktion
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Im neuen Logistikzentrum von  bei Group7 sorgt die Energieverteilung für eine durchgängige Anlagenverfügbarkeit durch intelligente Schalt- und Schutzgeräte
Im neuen Logistikzentrum von bei Group7 sorgt die Energieverteilung für eine durchgängige Anlagenverfügbarkeit durch intelligente Schalt- und Schutzgeräte, Bild: Hager

Group7 hat in Schwaig unmittelbar am Münchner Flughafen ein neues Multi-User-Logistikzentrum mit angeschlossenem Verwaltungsgebäude errichtet. Das Dienstleistungszentrum umfasst rund 60.000 Quadratmeter, weitere 5.000 Quadratmeter entfallen auf die Verwaltung. Für die elektrische Infrastruktur des bereits in Betrieb genommenen Logistikzentrums kommt das modulare System zur Energieverteilung „unimes H“ von Hager zum Einsatz. Ergänzt wird es durch offene Leistungsschalter für unterschiedliche Strombereiche.

Energieverteilung versorgt fünf Hallenbereiche

Die elektrische Energie gelangt über vier Mittelspannungstransformatoren in das Logistikzentrum. Von einer zentralen Niederspannungshauptverteilung aus werden die fünf Hallenbereiche sowie die Sprinklerzentrale versorgt. Das eingesetzte Energieverteilungssystem ist für Betriebsströme bis 4.000 Ampere ausgelegt. Neben der erforderlichen Kurzschlussfestigkeit berücksichtigt die technische Ausführung auch Anforderungen an Erdbeben- und Schockbeständigkeit. Der modulare Aufbau soll zudem Wartungsarbeiten und spätere Anpassungen der elektrischen Infrastruktur erleichtern.

Leistungsschalter erhöhen Verfügbarkeit der Energieverteilung

Für die Absicherung der Niederspannungshauptverteilung kommen offene Leistungsschalter der Baureihe „hw+“ zum Einsatz. Group7 verwendet fünf Schalter der Baugröße „HW1“ für Anwendungen bis 1.600 Ampere und acht Geräte der Baugröße „HW2“ für Ströme bis 2.500 Ampere. Ein „HW4“ für Anwendungen bis 4.000 Ampere dient als Kuppelschalter. Die Geräte können sowohl fest eingebaut als auch in Einschubtechnik ausgeführt werden. Bei einer selektiven Auslegung halten die Einspeiseschalter Kurzschlussströme für einen definierten Zeitraum, sodass ein näher an der Fehlerstelle angeordnetes Schutzgerät zuerst abschalten kann. Dadurch muss bei einem Fehler nicht zwangsläufig ein größerer Teil der Energieversorgung unterbrochen werden.

Mess- und Kommunikationstechnik liefert Betriebsdaten

Die offenen Leistungsschalter lassen sich mit den Auslöseeinheiten „sentinel“ und „sentinel Energy“ kombinieren. Beide Auslöseeinheiten enthalten kontraststarke LCD-Anzeigen, die eine sichere sowie einfache Handhabung und Bedienung ermöglichen. Während die erste Variante grundlegende Schutzfunktionen übernimmt, ergänzt „sentinel Energy“ diese um zusätzliche Schutz-, Mess- und Alarmfunktionen. Die mess- und kommunikationsfähige Auslöseeinheit entspricht nach Herstellerangaben der Genauigkeitsklasse 0,5 gemäß IEC 61557-12. Für die Einbindung in übergeordnete Systeme stehen Kommunikationsmöglichkeiten über „Modbus RTU“ beziehungsweise „Modbus TCP“ zur Verfügung. Auf diese Weise können Betriebs- und Messdaten der Energieverteilung für Überwachungs- und Auswertungsaufgaben genutzt werden.

Digitale Planung begleitet das Energieverteilungsprojekt

Die Schaltanlage entstand auf Grundlage der einpoligen Pläne des Kunden und wurde gemeinsam mit dem Hager-Innendienst auf die Anforderungen des Logistikzentrums abgestimmt. Die Fertigung übernahm Vortmann Innovative Elektrotechnik als Partner im Schaltanlagenbau. Für Projektierung und Geräteauswahl kamen unter anderem die Software „Hagercad“ sowie der „hw+ Konfigurator“ zum Einsatz. Weitere Werkzeuge des Herstellers decken Aufgaben wie Netzberechnung, Ausschreibung, Inbetriebnahme und Visualisierung ab. Die miteinander verknüpften Anwendungen sollen Daten über verschiedene Projektphasen hinweg nutzbar machen. „Für uns war es entscheidend, die Schaltanlage termingerecht zu erhalten. Gerade bei einem so großen Projekt wie diesem ist es wichtig, den Bauablauf nicht zu gefährden. Hager hat uns dabei nicht nur durch hohe Lieferzuverlässigkeit unterstützt, sondern auch mit einer durchdachten Planungsunterstützung. So konnten wir den straffen Zeitplan sicher einhalten“, sagt Christian van Marwyk von Elektrobau Garvert.

Energieverteilung auf Erweiterungen des Logistikzentrums ausgelegt

Mit der Kombination aus modularer Niederspannungshauptverteilung, selektiver Schutztechnik und digitalen Planungswerkzeugen erhält Group7 eine elektrische Infrastruktur, die auf die unterschiedlichen Leistungsanforderungen des Logistikzentrums abgestimmt ist. Die Auslegung bis 4.000 Ampere schafft zugleich Spielraum für die Energieversorgung größerer Verbraucher und mögliche Veränderungen innerhalb des Gebäudekomplexes. Mess- und Kommunikationsfunktionen der Leistungsschalter ermöglichen darüber hinaus, Betriebsdaten in die Überwachung der elektrischen Anlage einzubeziehen.

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