Sichere Energieversorgung zur Erforschung der Sonne
Energieführungssystem mit Stahlketten für das weltweit größte Solar-Teleskop
Donnerstag, 12. Juli 2018
| Redaktion
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Energieführungssystem von Tsubaki Kabelschlepp
Dank robuster Stahlketten sind die Energieführungssysteme für eine lange Lebensdauer konzipiert und garantieren eine maximale Betriebssicherheit bei minimalem Wartungsaufwand, Bild: Tsubaki Kabelschlepp

Mithilfe des DKIST Solar-Teleskop auf der Insel Maui in Hawaii wollen Forscher der US-amerikanischen National Science Foundation (NSF) in naher Zukunft die Veränderungen der Sonne und deren Auswirkungen auf die Erde erforschen. Das mit dem Bau der bewegten Kuppel des Teleskops beauftragte spanische Unternehmen IDOM entschied sich für Energieführungen von Tsubaki Kabelschlepp.

Bemerkenswert sind bei dieser Anwendung nicht nur die Dimensionen und die Drehbewegungen, die die Energieführungssysteme unterstützen müssen. Aufgrund des außergewöhnlichen Standorts des Teleskops auf einem 3.000 Meter hohen Vulkan muss zudem eine maximale Betriebssicherheit bei minimalem Wartungsaufwand gewährleistet sein. Es galt, das komplette Projekt vom ersten Designentwurf bis hin zur finalen Inbetriebnahme vor Ort durchzuführen. Bereits bei der Konstruktion der einzelnen Komponenten und Baugruppen wurden wichtige Anforderungen wie eine einfache Montage, passende Transportmaße und wartungsfreundliche Funktionen berücksichtigt.

Um eine sichere Energieversorgung der zahlreichen einzelnen Verbraucher sicherzustellen, sind bei dem riesigen Teleskop insgesamt zwei separate Energieführungssysteme im Einsatz: Zwei Stahlketten decken die vertikale Achse („Azimuth“) mit einem Drehwinkel von 420 Grad ab. Ein weiteres Energieführungssystem mit mehreren Einzelketten versorgt die drehbaren Sonnen-Abschottungen im Dachbereich entlang der horizontalen Achse („Altitude“) mit Energie, Daten und vor allem Kühlmittel; der Drehwinkel liegt hier bei ca. 105 Grad. Stahlketten mit individuellen Aluminiumstegen gewährleisten eine optimale Führung der teilweise sehr schweren und großen Schläuche und Energieleitungen. Des Weiteren wird eine Stahlkette von den in dieser Umgebung stark wechselnden Temperaturen nicht beeinträchtigt, sodass sich eine maximale Lebensdauer und eine stets zuverlässige Funktionalität erreichen lassen.

Um die sichere Funktion der Anlage vor Ort zu gewährleisten, montierte Tsubaki Kabelschlepp das gesamte Azimuth-System vorab in Deutschland und unterzog es ausführlichen Tests. Den Transportweg nach Hawaii und den anschließenden Montageprozess gestalteten die Experten durch eine gezielte Vormontage der Bauteile und eine perfekt abgestimmte Transportplanung so effizient wie möglich. Alle Energieführungssysteme wurden vor Ort unter Aufsicht von Tsubaki Kabelschlepp von lokalen Fachunternehmen montiert. Nach der gemeinsamen Abnahme der Projektpartner wartet die außergewöhnliche Lösung nun auf ihren Einsatz: 2019 soll das Solar-Teleskop auf Hawaii seine Arbeit aufnehmen.
 

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