20 Prozent Wachstum: Hima steigert Umsatz auf 151,4 Millionen Euro

Digitalisierung der funktionalen Sicherheit

CEO Jörg de la Motte und CFO Dr. Michael Löbig auf der Hima-Pressekonferenz in Frankfurt/Main

Die Hima Group hat mit dem Geschäftsjahr 2023 das bisher erfolgreichste in der Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Im Jahr 2023 erzielte der Anbieter sicherheitsgerichteter Automatisierungslösungen einen Umsatz von 151,4 Millionen Euro, was einem organischen Wachstum von zwölf Prozent entspricht. Durch die Integration des Unternehmens Sella Controls, das im Februar 2023 übernommen wurde, stieg der Umsatz insgesamt um 20 Prozent. Der Auftragsbestand ist um 24 Prozent gewachsen. „Unsere Wachstumsstrategie, die sich auf die Digitalisierung der funktionalen Sicherheit mit Mehrwert und internationale Expansion stützt, zahlte sich auch im Jahr 2023 aus“, freut sich Jörg de la Motte, CEO der Hima Group.

„Hima ist auch im Jahr 2023 profitabel gewachsen. Das ist für unsere Gesellschafter eine gute Grundlage für weitere Zukunftsinvestitionen“, ergänzt Dr. Michael Löbig, CFO der Hima Group. Nach Regionen betrachtet dominiert Europa mit einem Umsatzanteil von 55 Prozent das Geschäft der Hima Group. Es folgen Asien mit 20 Prozent, der Mittlere Osten mit 17 Prozent und Amerika mit acht Prozent.

Ausbau der globalen Präsenz und Expansion

Das Familienunternehmen treibt seine internationale Expansion konsequent voran. Nach der Übernahme von Sella Controls in Großbritannien im vergangenen Jahr hat die Hima Group im Februar 2024 auch das norwegische Technologieunternehmen Origo Solutions übernommen. „Sella Controls und Origo Solutions tragen wesentlich dazu bei, das Lösungsportfolio der Hima Group international auf ein neues Niveau zu heben“, erläutert Jörg de la Motte. „Bei der Integration kommen wir sehr gut voran“, ergänzt Dr. Michael Löbig. Das neue Hima-Unternehmen Origo Solutions hat vom norwegischen Energiekonzern Equinor einen Großauftrag für die Ausrüstung von Onshore- und Offshore-Anlagen erhalten. Die Entwicklung des neuen Systems „Scada+“ durch Origo Solutions erweitert die Kompetenzen von Hima im Bereich der regenerativen Energien. Das System soll die Verknüpfung und Visualisierung von OT- und IT-Daten ermöglichen. Erste „Scada+“-Pilotanwendungen laufen bereits im Bereich Erneuerbare Energien. Darüber hinaus kann das System auch für andere Anwendungen eingesetzt werden.

Mit einem neuen Standort in Saudi-Arabien und dem Ausbau der Konzerngesellschaften in der Slowakei und im Mittleren Osten wurde die Präsenz vor Ort verstärkt. Noch in diesem Jahr wird eine Niederlassung in Indien eröffnet. In Ländern, in denen die Hima Group nicht mit einer eigenen Gesellschaft vertreten ist, wird das Partnerprogramm ausgebaut: Die Qualifizierung der Partner ermöglicht es dem Unternehmen, auch dort qualifizierte Ingenieur- und andere Dienstleistungen anzubieten.

Fortschrittliche Lösungen und erfolgreiche Projekte

Auch in Deutschland investiert das Unternehmen, zum Beispiel in die Produktion am Standort Brühl oder in das Hima Innovation Lab in Mannheim, aus dem bereits zehn Innovationsprojekte hervorgegangen sind. Die Hälfte davon befindet sich in der Implementierungsphase. Das erste digitale Produkt aus der Ideenschmiede, die vollständig digitalisierte Trainingsplattform Safety Navigator, war auf der Achema 2024 zu sehen. Darüber hinaus präsentierte das Unternehmen auf der Messe fünf Showcases und zahlreiche Produktneuheiten. Neben den Digitalisierungslösungen wurde auch die Pipeline-Management-Lösung Floworx weiterentwickelt. Diese kann nun auch zur Überwachung und Sicherung von Wasserstoffpipelines eingesetzt werden. Wasserstoffpipelines bergen im Vergleich zu herkömmlichen Pipelines deutlich erhöhte Risiken. Mit der neuen Lösung können Betreiber diese minimieren und Lecks sofort lokalisieren. In der Prozessindustrie treibt Hima die Digitalisierung der funktionalen Sicherheit weiter stark voran. „Unsere Lösungen zur Digitalisierung des Sicherheits-Lebenszyklus unterstützen Betreiber bei zentralen Aufgaben, die für einen sicheren und regelkonformen Betrieb unerlässlich sind“, erklärt Jörg de la Motte. Weltweit hat der Hersteller mehr als 50.000 SIL3/SIL4-Systeme installiert.

Hima kooperiert mit Genua für mehr Anlagensicherheit gegen Cyber-Angriffe

In der Kooperation mit dem Sicherheitsspezialisten Genua fokussiert sich das Unternehmen zusätzlich auf Angriffsszenarien aus dem Cyberraum und erreicht mit seinen Lösungen auch die Konformität zum Leitfaden KAS 51 (Kommission für Anlagensicherheit). Für 2024 sind weitere regionale Erweiterungen und Produktinnovationen geplant, darunter ein neues sicheres HMI mit fehlersicherer Anzeige und Tastenfunktion. „Es zeichnet sich bereits ab, dass 2024 für Hima erneut ein gutes Jahr werden wird“, schließt Dr. Michael Löbig.
 

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